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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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Sevilla, Alcazar

8. KA P.

er möglichst vollständig nach außen hin abgeschlossen und das in einer Zeit, wo inItalien sich das offene Landhaus schon zur völligen Freiheit durchgerungen hat. Einbestes Beispiel ist der Alcazar in Sevilla (Abb. 282). Als Peter der Grausame 1353/64sein Königsschloß hier erbaute, tat er dies auf den Trümmern der alten Sultansburg,die einst eine weit größere räumliche Ausdehnung hatte und mit ihren Gärten bis zumGuadalquivir herunterreichte, wo heute noch einer der alten Befestigungstürme, dersogenannte Goldturm, steht. Der König beschäftigte bei seinem Neubau maurischeWerkmeister, höchstwahrscheinlich konnte er auch noch alte arabische Reste, jeden-

Abb. 283

Alcazar,

Sevilla, Patio

de las Doncellas

Phot.

falls Vorbilder, benutzen. Um diesen alten Kern ist in den nächsten fünf Jahrhundertenimmer wieder gebaut und restauriert worden; doch ist der maurische Baugedanke dervölligen Abgeschlossenheit gegen die Öffentlichkeit dadurch nicht verwischt worden.Schon die schöne Hauptfassade ist immer als eine Art von Hoffassade gedacht. Sieführt zu den Räumen, die sich um den Zentralhof, den Patio de las Doncellas, herum-gruppierten (Abb. 283). Dieser Hof ist ganz gepflastert, sollte aber jedenfalls Kübel-pflanzen als Schmuck tragen, ähnlich wie die Höfe einiger Privathäuser des Mudejar-stiles noch heute gehalten sind 2 . Ein Brunnen fehlt im Patio de las Doncellas, kannaber auch bei dem Umbau durch Karl V. verloren gegangen sein. Andere Höfe, wie dieJardines der Maria Padilla, der Geliebten Don Pedros des Grausamen, ebenso wie derPatio de las Banderas, dessen Umgebung allerdings modern ist, waren wohl immer wieheute mit Orangen 3 und Palmen bepflanzte Höfe. Der eigentliche Ziergarten 4 liegt süd-