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Isola Bella
7. KAP.
anderen Seite geschickt die gebrochene Achse, in der das Haus zum Garten liegt, ver-birgt. Nach der Seeseite flankieren zwei kräftige, zweistöckige Rundpavillons den steilenAufbau, darunter liegt eine breite Schmuckterrasse mit vorspringendem Balkon, die alsParterre angelegt ist. Die tiefer liegenden Terrassen, die sich seitwärts der Inselformationanpassen, zeigen eine kräftigere, dunklere Vegetation, um als Sockel das ganze Bild aus-zuhalten (Abb. 273). Nach der Seite sind sie teils als Lorbeerbosketts, teils als Orangen-gärten gepflanzt, teils mit Naturgrotten geschmückt. Manche sind besonders umzäunt,um gegen das prächtige Schaubild des Vordergartens einen intimeren Charakter zu er-
Abb. 275Villa Garzoni,Collodibei Pescia,der Terrassen-garten
Phot.
halten. Sie führen zur Seite nach dem Hause zurück, das als größten Reiz die herrlicheAussicht von zwei Terrassen genießt. Die obere ist seitlich abgeschlossen durch einäußerst fein behandeltes Halbrund mit einem Herkulesbrunnen, der der Hauptzimmer-flucht als point devue dient. Dem Garten fehlt das Wasser, das kaum in dem Grotten-abschluß der Terrassen eine Rolle spielt. Doch wenn ein Garten dieses belebende Ele-ment entbehren kann, so ist es dieser, denn er und der umgebende See gehören untrenn-bar zusammen in Kontrastwirkung der Farben, wie in der unendlichen Abwechslung derspiegelnden, von türmenden Gebirgen umgrenzten Wasserfläche. Mit dem Reize ihresverschwiegenen Zaubers hat diese Insel von je besonders nordische Phantasie erregt.In Jean Pauls Titan offenbart sie sich in der Eingangsszene dem jugendtrunkenenHelden in allen Tönen, die Sonnenauf- und -Untergang und das gleißende Mondlichtder Frühlingsnacht über sie ausgießen können.