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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
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Frascati, Villa Belpoggio Villa Mondragone

7. KAP.

Noch mag eine reizvolle kleine Villa, Belpoggio, heute Pallavicini, erwähnt werden,da die Anlage, noch jetzt sehr anmutig, auf dem Rossischen Gesamtstich gut zu er-kennen ist. Das Haus, durch eine stattliche Zufahrtsallee erreichbar, ruht auf einerbreiten Terrasse (Abb. 255), in der ringsum Grotten angebracht sind; vier Brunnen aufder Terrasse und rechts und links eine Eichenallee bilden den symmetrischen Schmuck,und in strengster Symmetrie schließen sich daran die weiteren Gartenterrassen, dieBrunnen in der Achsenlinie, die unterste Terrasse von überwölbten Laubengängenumgeben und durchzogen, Pavillons bezeichnen Mitte und Eingang.

Bei weitem die größte unter den Villen Frascatis ist Mondragone. Schon im Jahre

Abb. 252Villa Ludovisi,Brunnen aufder Palast-terrasse

Stichvon Fulda

1567 ließ dort der Kardinal Marco Sitico Altemps (Marx Sittich von Hohenems)eine Villa durch seinen Baumeister Martini Lunghi erbauen, doch scheint sie sich nochin bescheidenen Verhältnissen gehalten zu haben. Zu ihrer jetzigen Größe undBedeutung gelangte sie erst unter Scipio Borghese, dem mächtigen Kardinal-nepoten Pauls V. Die Altemps tauschten diese Villa gegen den Palazzo Rospigliosiauf dem Quirinal ein. Dort hatten noch bis vor kurzem sehr bedeutende Ruinender Thermen des Konstantin gestanden, die Scipio Borghese erworben hatte 176 .Dieser gewalttätigen Natur in einer gewalttätigen Zeit waren solche Trümmer derVergangenheit nur im Wege, er ließ sie völlig abtragen und darauf Palast, Kasino undGarten anlegen. Kaum aber war dieses fertig, als andere Pläne ihn reizten; er tauschtesein Besitztum auf dem Quirinal gegen die Villa Mondragone. Ein ganzes Heer vonBaumeistern, die immer in borghesischen Diensten standen, die Ponzio, Vasanzio,Girolamo Rainaldi, Giovanni Fontana, wurde jetzt herbeigerufen, um aus dem kleinen