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Villa di Castello
7. KAP.
Abb. 175
Villa diCasiello,
Florenz
Phot.
zu erlernen. Auf Anregung des Professors Francesco Bonafede wurde nun dieserGarten angelegt. Noch heute zeigt der alte Teil die ursprüngliche Anlage: Vier Qua-drate sind von einem Zirkel umschlossen, nach außen von hohen Schranken mit Balu-straden abgeschlossen. Auch von den Quadraten sind zwei in konzentrischen Kreis-beeten angelegt, eine Anlage, die man augenscheinlich für die Übersicht der Heil-kräuter günstig hielt, da sie später so häufig nachgeahmt wurde. Die heutigenBrunnen sind zum Teil jünger, doch haben in der Mitte sicher und an den Weg-ausgängen wahrscheinlich von Anbeginn Brunnen gestanden. Auch die Statuen desTheophrast und des Königs Salomon, die hinter den Fontänen stehen, sind sehr frühdort aufgerichtet.
Auch in Florenz erwachte die Bautätigkeit in den vierziger Jahren aufs neue. Kaumwar die Mediceerherrschaft durch den Regierungsantritt Cosimo I. als Herzog befestigt,als er sofort seinen Lieblingssitz Castello im Nordwesten von Florenz auszubauen begann(Abb. 174). Der Garten ist hier in seinen Grundzügen gut erhalten, wenn er auch sehrviel von seinem Schmuck verloren hat. Eine ausführliche Schilderung Vasaris hilftdazu, sein ursprüngliches Bild wieder zurückzurufen (Abb. 175). Das Haus hatte schonCosimos Vater angelegt; der Herzog betraute nun Tribolo, den von seinem Hause be-schäftigten Künstler, mit dem Umbau des Gebäudes und der Anlage des Gartens.Während die Pläne für das Haus, durch Tribolos frühen Tod unterbrochen, nur zu ge-ringem Teile ausgeführt sind, durfte er den Garten, wenn auch nicht vollenden, doch in