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Fin-nahe bei Raschem
5. KAP.
Abb. 121Garten inFin-nahe
Nach Herzfeld
mit ihren Gärten, wie jenes Fin-nahe bei Kaschan, dem die nahen Berge die Quellenzuführen 67 (Abb. 121).
Die Blumen und manche Baum- und Straucharten haben diesen Gärten Westasiensdurch die Jahrhunderte wohl ein anderes Aussehen gegeben, wenig aber hat sich dereigentliche künstlerische Grundakkord verändert. Die Kultur neuer Völkerschichtenerscheint immer nur als ein neues Reis auf den alten Stamm gepfropft, und dies neueReis blühte, gehorsam von den Säften des alten Kulturstammes genährt.
Welch ein ganz anderes neues Bild bietet sich unserm Auge, wenn es sich nun wiederdem Abendlande zuwendet. Die germanischen Völkerhorden hatten weit gründlicherdie alten Kulturvölker zerschlagen, als es je die asiatischen Welteroberer getan hatten.Einen Vorteil bietet allerdings diese völlige Zerstörung, deutlicher liegen der Forschungdie Wurzeln der neuen Entwicklung, soviel auch sie ihre Nahrung aus dem mit alten Kul-turwerten gedüngten Boden sogen. Das Erwachen dieser neuen Welt war in die Händeeiner neuen Religion gelegt, in der die Keime zu aller Bildung, der das Abendland zu-strebte, verschlossen waren. Die christlichen Mönche sind auch für die Gartenkunstdes Abendlandes die ersten Bewahrer und Förderer.