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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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Villa des Diomedes, Pompeji

4. KAP.

Abb. 87

Ziergarten,

pompejanisches

Wandgemälde

NachComparetti

Abb. 89

Plan der Villa

des Diomedes,

Pompeji

Nach Niccolini

Ziergarten mit einem Bassin in der Mitte gedacht ist. An einer der Katheten des. Drei-ecks schloß sich auf gleichem Niveau wie die Straße, ein Garten.an, der leider nichtausgegraben ist. In ihn hinein ist ein erkerartiges Schlafzimmer, ein sogenanntes kyzi-

kenisches, gebaut. Solche Zim-merwaren auch eine griechischeErfindung, von der noch Vitruvberichtet, daß sie nicht in Italiengebräuchlich seien .Inj ener Zeitaber gehören sie zum allge-meinen Luxus vornehmer rö-mischer Bauten. Auch Pliniuserwähnt sie in seinen Villen.Der Garten war wohl ein Baum-garten, der dieses Schlafzimmermit Kühle und Stille umgab.Bei der anderen Kathete senktsich das Terrain sehr stark, sodaß hier unter breiter Terrassenoch ein zweites Stockwerk,wohl Sklavenwohnungen liegen.Von hier aus tritt man in einentiefer liegenden Garten, voneiner Portikus umgeben, derenDach in der Höhe der Terrassevon dieser aus zugänglich ist.In dem Garten, in dem dieReste der Bäume noch bei derAusgrabung gefunden, leideraber unbeachtet beseitigt wur-den, befindet sich der Terrassegegenüber eine erhöhte Pergola,davor ein großes Wasserbassinmit schöner Umrahmung undeinem Springbrunnen. Vor derlinken Seite der Portikus liegtaußerhalb eine breite Terrasse, die jedenfalls sich auch auf einen nicht ausgegrabenenGarten öffnete. Am Ende der beiden Portikus ist auf dem Dache je ein Zimmer er-richtet, vielleicht aber auch nur ein Aussichtspavillon oder eine Pergola, wie wir sieauf den Bildern von Bosco reale und auf vielen Wandbildern von Pompeji sehen 135 .

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