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1 (1914) Von Ägypten bis zur Renaissance in Italien, Spanien und Portugal
Entstehung
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116
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Kaiservilla in Albano

4. KAP.

Abb. 75

Kaiservilla in

Albano,

Nymphäum

Nach Piranesi

See erstreckte, haben sich erhalten. Auch von einem Theater und einem [Amphi-theater sind Spuren vorhanden. Der Kaiser Domitian begünstigte Spiele jeglicherArt und führte die griechischen Wettspiele unter dem Xamen der kapitolinischen inRom ein. Das ansteigende Terrain erleichterte die Bewässerung. Die Anlagen derReservoire, von denen eines, auf 36 Pfeilern ruhend, 20000 cbm Wasser aufnehmenkonnte und ein zweites, kaum kleineres, über 16000 cbm umfaßt, gehören wohl zuden größten Piscinen des Altertums. Das Wasser dieser Reservoire wurde durch einganzes Kanalsystem unter- und überirdisch an alle Plätze der Villa geführt. DiesenReservoiren entsprechen zwei Nymphäen oder Grotten, von denen eine, noch heutein ihrem Schmucke erkennbar, zur Zeit Piranesis (Abb. 75) aber noch einen Be-griff von der Herrlichkeit der Kaiseranlagen geben konnte. Man hatte für beidenatürliche Grotten verwandt, sie mit Nischen an den Wänden, Stuck und Mosaik-fußboden zu höchst eleganten Zierbauten umgewandelt, deren kühle Räume durchBrunnen und Wasserfälle, Statuen und anderen plastischen Schmuck belebt waren,während am Eingang der leuchtende grüne Garten in das matte Dunkel herein-schaute. Kaum minder groß, aber noch spärlichere Spuren aufweisend, ist die Villain Tusculum gewesen, die Domitian auf altem, lukullischem Terrain erweiterte, eingroßer Teil der Stadt Frascati steht heute auf ihrem Gebiete 121 . Von vielen andernVillen dieses Kaisers zu Antium, Gaeta, Bajä und anderen kennen wir nur die Namendurch Martial 122 .

So imposant auch einzelne Überreste der domitianischen Villen sind, so könnendiese uns doch kein zusammenhängendes Bild gewähren. Hier bietet eine ganz andereAnschauung die Villa, die sich, einige Jahrzehnte nach Domitian, Hadrian am Fuße desHügels von Tivoli erbaute. Die ganze Ausdehnung dieser Villa hat man allerdings, trotz-