Druckschrift 
Gedichte
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

Sanftre Zeiten sind erschienen,

Menschheit kennt ein schönres Ziel,

Seit in trauernde RuinenDieses Felsennest zerfiel,

KraFt hat ihren Werth verlohren,Wenn nicht Weisheit für sie bürgt;

Nicht mehr nennt man Held den 'f hören,Der um Lorbeern Menschen würgt.

Menschenwürde hochzuachten

Gilt nicht mehr für leeren Wahn,

Und sich selbst als Zweck betrachtenDarf izt auch der schwächste Mann.

Mehr, als wer ein Land verheerte ,Thut nun, wer sein Gärtchen baut,

Und , was die Natur ihm lehrte ,Dem, ders fassen kann, vertraut.