32
E. Kaiser, Das akademische Gut Dikopshof.
stark tonige Zwischenmittel liegen, die das Wasser nicht bis inden Kies gelangen lassen. Tone sind auf weite Strecken beob-achtet worden (Schlag XXIII, XXIV). Sie sind aber oberfläch-lich von tonigen Sanden überdeckt.
Ein besonderer Kalkgehalt ist auf weite Strecken hin festge-stellt worden und auf der Karte näher bezeichnet worden. DerKalkgehalt nähert das Gestein einem sandigen Tonmergel. Boh-rung 563 zeigt ihn an der Oberfläche. Er ist wohl aus dem höheram Gehänge lagernden Sand und Kies, zum Teil wohl auch ausLöß ausgeschwemmt und in den tonigen Bildungen der Bachrinneabgesetzt worden. Der Kalkgehalt tritt auch hier wieder erst inTiefen von unter 1 m ein, sodaß er kaum besonderen Einfluß fürdie Bodenbewirtschaftung gewinnt. Eine mechanische Analyseliegt vor von einem mäßig leichten Sandboden (XXV), dessenhauptsächliche Bestandteile unter 0,05 mm Korngröße besitzen.Ein etwas schwererer, stärker tonhaltiger Sandboden ist sowohl me-chanisch wie chemisch untersucht worden (XXXII). Die Haupt-masse der Bestandteile liegt wieder unter 0,05 mm Korngröße(Oberkrume bis25cm: 71,29 pCt., Untergrund 25—80cm: 63,87pCt.;80—140 cm: 64,18 pCt.). Sowohl der Phosphorsäure- wie Kali-gehalt ist ziemlich gut.
Würden mehr Analysen von diesen Böden aus der Bachnie-derung vorliegen, so würde sich ein erheblicher Unterschied auchin chemischer Hinsicht zeigen.
Einzelne Steine (auf der Karte durch stehende Kreuze inOckerfarbe angedeutet) sind auf diese Böden der Bachniederungzerstreut worden durch Abrollung und Abschwemmung von denhöher am Gehänge liegenden Geschiebemassen aus. Dadurch sinddie Böden der Bachniederung auch stark verschlechtert und inihren Eigenschaften sehr den lehmig-kiesigen Sandböden, die sonstnur am Gehänge auftreten, genähert worden.
Schwerer Tonboden ist nur auf kleine Erstreckung hinverbreitet in Schlag V. Er ist, wie oben S. 16 auseinandergesetztwurde, auf eine Schlickbildung an der Oberfläche der diluvialenKiesmassen zurückzuführen. Er setzt unter den milden Lehm-