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Das akademische Gut Dikopshof : Gutswirtschaft der Kgl. landwirtschaftlichen Akademie Bonn-Poppelsdorf ; geologisch-agronomisch beschrieben
Entstehung
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E. Kaiser, Das akademische Gut Dikopshof.

Der Rhein hat sich die weite Niederung selbst geschaffen,indem er einst in größeren Höhen dahinströmte, dann sein Betttiefer und tiefer legte unter Fortschaffung großer vorher vorhan-dener Gesteinsmassen. Diese älteren Gesteine bestanden in derGegend des Dikopshof'es im wesentlichen aus Ton, Sand und Braun-kohlen der Tertiärformation. Die Gesteine sind aber nicht völligfortgeführt worden. Mehrere Tiefbohrungen in der Umgebungdes Dikopshofes geben von dem Vorhandensein dieser Tertiär-schichten im tieferen Untergrunde Kenntnis. Wir müssen auchannehmen, daß Tone, Sande und Braunkohlen des Tertiärsdiese allerdings in geringer Mächtigkeit unter dem Dikopshofenoch lagern und eventuell erbohrt werden können.

Das Einschneiden des Flusses in die genannten Gesteins-schichten geschah nicht gleichmäßig, sondern mit Unterbrechungen,so daß Zeiten des Einschneidens Perioden der Aufschüttung folgten.Terrassen mit ziemlich ebener Oberfläche begleiten infolgedessen denRhein auf beiden Seiten. Die tertiären Schichten würden uns,wenn wir sie bloßlegten, einen stufenförmigen Abfall zeigen. DieMassen, die auf den einzelnen Terrassen direkt dem Tertiär auf-lagern, tragen alle Anzeichen des fließenden Wassers an sich. Essind Geschiebe (Kies) und Sand, die der Rhein einst in diluvialerZeit mit sich führte. Sie geben noch heute Zeugnis von der Tätig-keit großer Wassermassen, die den heutigen Rhein an Menge wieWirkung weit übertroffen haben.

Figur 1 soll ein Bild dieses Aufbaues der Rheinniederungund der höheren Abhänge in der Gegend des Dikopshofes geben.

Auf der Höhe des Vorgebirges lagern die ältesten Schotter,die in diluvialer Zeit dort abgesetzt wurden vor der Bildung destieferen Rheintales. Die Höhenlage am Gehänge gibt uns im all-gemeinen eine Altersbestimmung für die verschiedenen Schotter-massen.

Die am höchsten am Gehänge gelegenen Schotter sind zuerst,die am tiefsten gelegenen zuletzt abgesetzt worden. Unser Profilzeigt demnach die Schotter von d 2 älter wie die von äg und diesewieder älter wie die von d4. Die Oberfläche jeder dieser Stufenist im allgemeinen ziemlich eben, so daß wir sie als Terrassen be-