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[2] (1916) Kommentar. Hälfte 1
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240
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240 XLV. Bruchstücke einer deutschen Bearbeitung

dem herzogen der ezfchribenliez. diz buch ift ouch genant Aureasine capellane er hiez gemma,

die rede lüchen an den fchriften daz kiut guldine gimme.und bat fie daz sie ez dihten bezeichent ift uns dabi,

ane rimen wolden. 15 wie tiure diz buch fi,

wände sie enfolden wände swaz diu gefchrift hat

niht fchriben wan die warheit, bedecket,

als ez ze latine steit. daz hat Lucidarius errecket,

daz daden fie willecliche swer diz buch gerne lefen,

dem herzogen Heinriche, 20 der gewinnet wiftümes vll,

der ez in gebot unde bat: der uz den buchen niht lihte

zu Brunefwich in der ftat wirt ervarn,

wart ez gedihtet und gefchriben. wil er gedenken waz in Luci-ez enwere an dem meifter niht darius geleret habe.

beliben, got der ie was und iemer ift an

er het ez gerimet ab er folde. 25 ende,

der herzöge wolde der fol daz anegenge

daz man ez hieze da an difeme buche wefen.

Aurea gemma. swer daz gerne welle lefen,

doduhteez dem meifter bezzerfus der fol fleh rehte verftan,daz ez hieze Lucidarius, 30 wie ez umbe die fchrift 11 getan,

wan ez ein luhtere ift. da der meifter und der junger

der heilige geift gab ime die lift: redent wider einander,er was der lerere der daz buch hat ift der vraga;re,

und der vragere der heilig geift ift der lera:re:

der daz buch dihte. 35 der fol uns an daz ende bringen,

man vindet an maneger fchrifte daz wir die rehten warheit er-ein deil gefchriben darinne. vinden

der mit ftetem finne umbe alliu diu dinc,

die rede rehte merken wil diu an den buchen verborgen fint.

dem mag antwurte geben vil, 40 des helfe uns diu ewige wifheit,fwes man ez vraget, daz buch. diu an aller flahte arbeitder himel und erde gefchüf alle dife werlt hat gezieret

mit finer gotheite, und uns den ewigen wiftftm hat

der neme den herren an fin geleite. geleret.

XLV.BRUCHSTÜCKE EINER DEUTSCHEN BEARBEI-TUNG DER VITA KAROLI MAGNI EINHARTS.

Ueberlieferung: Sechs kleine Pergamentfetzen,Reste einer zweispaltig geschriebenen Hs. des 13.Jhdts.auf der Universitätsbibliothek zu Freiburg i. Br.

Literatur: F. P]'äff, Alemannia 28(1900) 121 f.

Aeusserlichkeiten des hslidien Textes: Die Schriftteilweise abgeschabt. Starke Beschneidungen. Grosserote Initialen (im Text fett gedruckt). Anfangsbuch-stabe der Spaltenzeile fast immer Majuskel.