würden, werden dann vor Ihrer Tür warten, bis sie Zutrittfinden, und das Manuskript, das der alte Doguereau Ihnenauf vierhundert Franken schätzte, wird bis zu viertausendPranken in die Höhe getrieben werden! Das ist derNutzen, den das Journalistengewerbe trägt. Daher ver-sperren wir allen Neulingen den Zutritt zu den Zeitungen;um da einzudringen, bedarf es nicht bloß eines großenTalents, sondern auch eines großen Glücks. Und Siewollen sich gegen Ihr Glück wehren! Sehen Sie, wenn wiruns nicht heute bei Flicoteaux getroffen hätten, könntenSie noch drei Jahre lang warten oder wie d'Arthez ineiner Dachkammer verhungern. Bis d'Arthez so gelehrtwie Bayle und ein so großer Schriftsteller wie Rousseaugeworden ist, haben wir unser Glück gemacht und werdenHerren über sein Glück und seinen Ruhm sein. Finot wirdDeputierter und Besitzer einer großen Zeitung werden;und wir werden, was wir sein wollen: Pairs von Frankreichoder Schuld gefangene in Sainte-Pelagie." „Und Finotwird seine große Zeitung den Ministern verkaufen, die ihmdas meiste Geld zahlen, w-ie er seine Lobartikel an Madameßastienne verkauft, und Mademoiselle Virginie schlechtmacht und beweist, daß die Hüte der ersten schöner sind»ls die, die das Blatt zuerst gepriesen hatte!'' rief Lucien,der sich an die Szene erinnerte, deren Zeuge er gewesenwar. „Sie sind ein dummer Kerl," antwortete Lousteautrocken. „Finot lief vor drei J ahren mit zerrissenen Stiefelnherum, aß bei Tabar für achtzehn Sous zu Mittag, sudeltefür zehn Franken einen Prospekt, und wie sein Rock ihmauf dem Leib saß, das war ein so unerforschliches Ge-heimnis, wie das der unbefleckten Empfängnis: Finot istjetzt alleiniger Besitzer seines Blattes, das hunderttausendFranken wert ist; mit den bezahlten, aber nicht effektivenAbonnements, mit den wirklichen Abonnements und denindirekten Kontributionen, die sein Onkel erhebt, verdient
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