benutzen?" sagte er und wies auf Florine. die ihnen Blickezuwarf. „Und es wird ihr gelingen. Sie wissen nicht, wieaufopfernd und wie geschickt diese Heben Mädchen sind,"erwiderte Lousteau. „Sie machen alle ihre Fehler wiedergut, sie tilgen all ihre Fehltritte durch die Stärke ihrerLiebe," fügte der Direktor hinzu. „Die Leidenschaft einerSchauspielerin ist etwas sehr Schönes, besonders weil siein einem so grellen Gegensatz zu ihrer Umgebung steht."„Es ist eine Liebe, wie wenn man im Kot einen Diamantenso köstlicher Art fände, daß er wert wäre, die stolzesteKrone zu zieren," fuhr Lousteau fort. „Aber", begannjetzt der Direktor, „Coralie ist zerstreut. Unser Freundmacht Coralie in sich verliebt und merkt es gar nicht;sie versäumt alle ihre Stichworte; sie ist nicht mehr beider Sache; sie hat jetzt schon zum zweitenmal den Souf-fleur nicht gehört. Werter Herr, ich bitte Sie, setzenSie sich hier in die Ecke," sagte er zu Luden. „WennCoralie in Sie verliebt ist, werde ich ihr sagen, Sie seienfortgegangen." „Aber nicht doch," rief Lousteau; „sagenSie ihr, der Herr werde beim Souper sein, und sie könntedann mit ihm machen, was sie wollte; Sie werden sehen,sie spielt dann wie die Mars."
Der Direktor ging.
„Mein Freund," sagte Lucien zu Etienne, „wie! Siemachen sich kein Gewissen daraus, für die Hälfte einerSache, die Finot eben für dreißigtausend Franken gekaufthat, Fräulein Florine von diesem Drogisten die nämlicheSumme verlangen zu lassen?"
Lousteau ließ Lucien nicht Zeit, seine Betrachtung zuvollenden.
„Aber aus welchem Land stammen Sie denn, Menschen-kind? Dieser Drogist ist kein Mensch, er ist nur ein Geld-schrank, den die Liebe öffnet." „Aber Ihr Gewissen?"„Ja, mein Lieber, sehen Sie, das Gewissen ist so ein Stock,
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