eigener Wert, sein Mut verließ ihn, er gewahrte, wie großder Einfluß dieses Dauriat auf sein Geschick sein mußte,und erwartete ungeduldig, daß er käme.
>,Nun, Kinder," sagte ein kleiner, stämmiger und dickerMann, dessen Gesicht aussah wie das eines römischen■Prokonsuls, wenn er schon in seinen Mienen eine gewisseGutmütigkeit zur Schau trug, in der sich oberflächlicheLeute leicht täuschen konnten, „seht in mir den Besitzerder einzigen Wochenschrift, die feil war, und die zwei-tausend Abonnenten hat." „Aufschneider! Die Stempel-behörde weiß nur von siebenhundert, und das finde icha uch eine sehr hübsche Zahl," sagte Blondet. „Meinheiligstes Ehrenwort, es sind zwölfhundert. Ich habezweitausend gesagt," fügte er mit leiser Stimme hinzu,uWeil die Papierhändler und die Buchdrucker hier sind.Ich hätte dich für taktvoller gehalten, kleiner Freund,"fuhr er mit lauter Stimme fort. „Nehmen Sie Gesellschaf-ter auf?" fragte Finot. „Je nachdem," erwiderte Dauriat.>> Willst du dich zu einem Drittel für vierzigtausend Fran-ken beteiligen?" „Könnte schon sein, wenn Ihnen alsMitarbeiter Emile Blondet hier, Claude Vignon, Scribe,J-heodore Leclercq, Felicien Vernou, Jay, Jouy, Lou-8 teau ..." „Und warum nicht Luden von Rubempre?"Unterbrach unser Provinzdichter kühn diese Worte Finots.>>Und Nathan genehm sind," sagte Finot, ohne darauf zuachten. „Und warum nicht jeder, der Maulaffen feilhält?"sagte der Buchhändler und wandte sich stirnrunzelnd anden Verfasser der ,Margueriten'. „Mit wem habe ich dieEhre?" fragte er und blickte dabei Lucien herausforderndan. „Einen Augenblick, Dauriat," antwortete Lousteau.»Ich habe den Herrn hierher gebracht. Während FinotIhren Vorschlag überlegt, hören Sie mich an."
Lucien brach der Schweiß im Rücken aus, als er diekalte, mißvergnügte Miene dieses gefürchteten Literatur-
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