die auf den Garten gingen, und die Ladvocats ging auf denHof. Die Bude Dauriats war in zwei Teile geteilt, dereneiner sein Buchhandelslager, während der andere sein Kon-tor war. Lucien, der zum erstenmal am Abend hinkam,war über den Anblick erstaunt, dem die Provinzialen unddie jungen Leute nicht widerstehen konnten. Er verlorbald seinen Führer.
,,Wenn du so schön wärst wie der junge Mann, dürftestdu mich heben," sagte ein Mädchen zu einem alten Mannund deutete dabei auf Lucien.
Lucien wurde rot wie ein junges Mädchen und folgtedem Strom in einem Zustand von Starrheit und Aufregung,der schwer zu beschreiben wäre. Die Blicke der Weiberforderten ihn heraus, die weiße Rundung der Schultern,die verlockenden Halsausschnitte blendeten ihn, er klam-merte sich an sein Manuskript und drückte es an sich,damit es ihm nicht gestohlen würde — der Unschuldige!
,,Mein Herr!" rief er, als er einen Arm nach seinemgreifen fühlte und glaubte, irgendein Schriftsteller hätteihm seine Gedichte stehlen wollen.
Er erkannte seinen Freund Lousteau, der zu ihm sagte:„Ich dachte mir wohl, daß Sie hier vorbeikommen müßten."
Der Dichter stand an der Ladentür und Lousteau führteihn in den Laden, der mit Menschen voll war, die denPascha der Buchhandlung sprechen wollten. Drucker,Papierlieferanten und Zeichner standen um Gehilfen herumund befragten sie über die Geschäfte, die sie interessierten,oder standen in Gedanken.
,,Halt, da ist Finot, der Chef meines Blattes; er plaudertmit einem talentvollen jungen Mann, Felicien Vernou,einem kleinen Schlingel, der so gefährlich ist wie eine ge-heime Krankheit." „Nun," sagte Finot, der mit Vernouauf Lousteau zutrat, „du hast eine Premiere. Ich habeüber die Loge verfügt." „Du hast sie Braulard verkauft?"
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