Erster und traf Herrn von Chandour in den Hals. Derfiel hin, ohne zurückschießen zu können. Der Wundarztdes Krankenhauses hat soeben erklärt, daß Herr vonChandour für den Rest seines Lebens einen schiefen Halsbehalten wird. Ich wollte dir gleich den Ausgang desDuells melden, damit du nicht zu Frau von Bargeton gehstund dich nicht in Angouleme sehen läßt, denn mancheFreunde des Herrn von Chandour könnten dich pro-vozieren."
In diesem Augenblick trat Gentil, der Kammerdienerdes Herrn von Bargeton, ein, dem der Druckerlehrlingden Weg gezeigt hatte, und übergab Lucien einen BriefLouisens:
„Mein Freund! Sie haben ohne Zweifel den Ausgang desDuells zwischen Chandour und meinem Mann erfahren-Wir empfangen heute niemanden. Seien Sie klug, zeigenSie sich nicht. Ich verlange es im Namen der Gefühle,die Sie für mich haben. Finden Sie nicht, daß diesertraurige Tag am besten verwendet wäre, wenn Sie zu IhrerBeatrice kämen? Ihr Leben ist durch diesen Vorfall ganzverändert, und sie hat Ihnen tausend Dinge zu sagen.
„Zum Glück", sagte David, „ist meine Hochzeit aufübermorgen festgesetzt; so bist du leicht in der Lage,weniger oft zu Frau von Bargeton zu gehen." „LieberDavid," erwiderte Lucien, „sie bittet mich, heute zu lßjzu kommen; ich glaube, ich muß ihr gehorchen; sie weißwohl besser als wir, wie ich mich in dieser Lage verhaltenmuß." „Und hier ist also alles in Ordnung?" fragte FrauChardon. „Sehen Sie selbst," rief David, der glücklichwar, die Umwandlung zeigen zu können, die mit der Woh-nung im ersten Stock, wo alles frisch und neu war, vorsich gegangen war.
Es waltete da schon der wohltuende Geist des jungenHaushalts, wo der Kranz von Orangenblüten und der
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