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Der Unterricht in der Keligion.
Wifst ihr, wann die Apostel zum ersten Male diese Botschaftfrei verkündigt haben? — An Pfingsten.
Das war zuerst ein wunderbares Predigen in allerlei Sprachen.Was war denn die Ursache dieses Wunders? — Die Apostel hattenden hl. Geist empfangen.
Der hat sich aber nicht nur dieses eine Mal wirksam erwiesen.Wenn auch dieses Wunder sich nicht wiederholte, so durften sichdoch die Apostel der Verheifsung des Plerrn getrösten, die er ihnenvom Tröster gegeben hat. Wie heilst es da vom hl. Geiste? —Der wird es euch alles lehren.
Die Apostel gehörten also auch zu den hl. Männern Gottes,von denen es in einem anderen Spruche heifst, dafs sie geredethaben, getrieben von dem hl. Geiste. Wer hat denn durch sie ge-redet? — Gott.
Darum ist ihr Wort nicht Mensel lenwort, sondern Gottes Wort.Denkt, was das heifst: Gottes Wort! Was ist es oft schon um einMenschenwort. Wenn ein Hochgestellter redet, dann achten tausendeauf sein Wort; und ein Königswort hält man in Ehren und dochist es Menschenwort. Ihr wifst einen Spruch von (lern, was Gottspricht? — So er spricht, so geschiehts, — so er gebeut, so stehts da.
So war es bei der Schöpfung der Welt. Ähnliches seht ihr anPfingsten. Petrus hielt da eine grofse Predigt; welche gewaltigeWirkung hatte sie? — 3000 liefsen sich taufen.
Wie wird der Bindruck der Predigt beschrieben? — Als sie dashörten, ging es ihnen durchs Herz.
Das erinnert euch an ein anderes Wort der biblischen Ge-schichte; Simeon sprach es zu Maria: — Es wird ein Schwert durchdeine Seele dringen.
So empfanden es jene Leute. Wenn ein Krieger mit demSchwert getroffen wird, was empfindet er da? ■— Schmerz.
Hier denken wir aber nicht an Schmerz am Leibe; wo empfan-den die Hörer der Predigt vielmehr Schmerz? — Im Herzen.
Was hatte ihnen den Schmerz verursacht? — Die Predigt desPetrus.
Da seht die Wirkung des Gotteswortes, das die Apostel ver-kündigten. In einem Spruche wird darum das Wort Gottes auchmit einem Schwerte verglichen: — Das Wort Gottes ist lebendigund kräftig und schärfer denn kein zweischneidig Schwert unddurchdringet.
Daraus könnt ihr entnehmen, warum das Wort Gottes so grofseWirkungen hat. Wie erweist es sich an dem Herzen des Menschen ?■— Lebendig und kräftig. — Darum heifst es in unserem Spruche:es ist eine Kraft Gottes.
Oben haben wir gelernt: Im Evangelium vernehmen wir dieBotschaft von unserer Erlösung, jetzt seht ihr: Hier ist mehr alsblofses Hören; wer es hört, empfindet auch seine Kraft. Undwarum erweist es sich als solche Kraft? — Weil es nicht Menschen-,sondern Gotteswort ist.
Wir lernen also weiter aus unserem Spruche:IL Weil das Evangelium von Christo nicht Menschen-wort, sondern Gottes Wort ist, so vernehmen wir