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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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4. Der Unterricht im Turnen.

Mittelfelde eine rechteckige freie Bodenfläche von mindestens 40 m Längeund 30 m Breite für die Frei- und Ordnungsübungen und Spiele entsteht.An den Grenzen stehen die Geräte unter Baumpflanzungen. Luft undLicht, nicht aber rauhe Stürme, sollen freien Zutritt haben. Soll derTurnunterricht ganz regelmäfsig erteilt werden, so ist auch ein ge-deckter und heizbarer Raum, also b) eine Turnhalle oder einTurnsaal von ungefähr 18 m Länge und 12 m Breite nötig. DerBoden soll hier gut gedielt sein. 8 Grad Wärme sind hinreichend. Wosolche Veranstaltungen fehlen, suche der Lehrer eben das Mögliche zuerreichen. (Keller, Die Einrichtung der Turnplätze. Wien, 1879.)

2. Die Turngeräte. Die auf dem Turnplatz fest eingerammtenGeräte müssen gut und dauerhaft gearbeitet sein, ebenso auch die trag-baren. Die in die Erde zu grabenden Teile sind mit heifsem Teer zutränken, alle anderen Holzteile mit gutem Leinölfirnis (mit etwas Ockerversetzt), die Eisenteile mit Bernsteinfirnis zu überziehen. Betreffs derHerstellung von Turngeräten verweisen wir auf »Lions 7 TafelnWerk zeichn ungen« (Leipzig), auf »Kluge undEuler, Turneinrich-ungenc. Berlin, Hertz. 4^, Pfeifers Turngerätefabrik in Frankenthalund die Chemnitzer Turngerätefabrik von Dietrich und Hannak.

3. Turnschriften, a) Das gesamte Turnwesen:Anger-stein, Theoretisches Handbuch für Turner. Halle, Waisenhausbuch-handlung. Klofs, Katechismus der Turnkunst. 1,50 <M. Klofs,Anleitung zur Erteilung des Turnunterrichtes. Dresden, Schönfeldt. 1873.

Hausmann, Das Turnen in der Volksschule mit Berücksichtigungdes Turnens in höheren Schulen. Weimar, Böhlau. 2,40 <Ji. (Überallder pädagogische Gesichtspunkt merklich.) E u 1 e r, Dr. Karl, Encyklo-pädisches Handbuch des gesamten Turnwesens und der verwandten Ge-biete. 3 Bde. Ravensteins Volksturnbuch. 4. Aufl. Niggler,Turnschule für Knaben und Mädchen, 2 Teile. Zürich. (Sehr instruktiv.)

Leitfaden, neuer, für den Unterricht in den preufsischen Völks-schulen. 1 <ytt. Weber, Direktor der Zentral-Turnlehrerbildungs-anstalt in München, Grundzüge des Turnunterrichtes. I. Tl. Methodik.1 <M\ H. Tl. Unterrichtspläne (1. Hälfte) für die Volksschule. 2 Ji;III. Tl. Geschichte des Schulturnens in Bayern. 1 Jl. München, Ver-lag von B. Oldenbourg, Abteilung für Schulbücher, 1877 und 1878.Jäger, Neue Turnschule. Stuttgart, 1876. Originell und besonders dieStabübungen bevorzugend. Buley, Ausgeführte Lehrpläne für dasTurnen in Volks- und Bürgerschulen. Wien, 1887. Reuther, Ph.,Anleitung zur Erteilung des Turnunterrichtes in den Volksschulen. Kaisers-lautern. 4. Aufl. 1899.

b) Frei- und Ordnungsübungen. Lion, Leitfaden für denBetrieb der Frei- und Ordnungsübungen. Leipzig. 2^, Breitenhuberund Henter, Die Ordnungsübungen für Knaben. Wien, 1883.Wafsmannsdorff, Die Ordnungsübungen.

c) Turnspiele: Klofs, Das Turnen im Spiel oder lustige Be-wegungsspiele für muntere Knaben. Klofs, Das Turnen in den Spielender Mädchen. Dresden, Schönfeld. 1,20 Jl. GutsMuths, Spiele