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1 (1909)
Entstehung
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brachten es bis zu hundert Sous, die zwischen David undden Chardons verteilt wurden. David rechnete es Ludensehr hoch an, daß er bei diesen ländlichen Festen die Ge-nüsse vergaß, die er bei Frau von Bargeton und denüppigen Diners der großen Welt zu finden gewohnt war;denn jeder wollte jetzt den großen Mann von Angoulemefeiern.

Als es so stand, in einem Augenblick, wo fast alles fürden künftigen Haushalt bereit war — David war nachMarsac gereist, um seinen Vater zu bewegen, zu seinerHochzeit zu kommen, da er hoffte, der Alte werde, wennihm seine Schwiegertochter gefiele, zu den sehr großenUnkosten des Umbaues etwas beitragen —, da ereigneteS1 ch eines der Geschehnisse, die in einer Kleinstadt allen"lagen ein anderes Gesicht geben. Lucien und Louisehatten in Chätelet einen überaus aufmerksamen Spion,der mit der Hartnäckigkeit eines Hasses, dem Leidenschaftund Habgier gesellt sind, auf die Gelegenheit wartete,e irten Skandal herbeizuführen. Sixtus wollte Frau von•^argeton zwingen, sich so für Lucien zu kompromittieren,daß sie das werden mußte, was man verloren nennt. Erbenahm sich als schlichter Vertrauter der Frau von Barge-to n; aber er bewunderte Lucien nur in der Rue du Minage,überall anderswo riß er ihn herunter. Er war allmählich^U recht intimem Verkehr bei Nais gekommen, die gegen^ren alten Anbeter kein Mißtrauen mehr hatte, aber ermutmaßte über den Verkehr der beiden Liebenden zuviel.Ihre Liebe blieb zur großen Verzweiflung Louisens und•^Uciens platonisch. Es gibt in der Tat Liebesverhältnisse,die gut oder schlecht, wie man will, von Stapel gehen,wei Menschen werfen sich auf die Taktik des Gefühls-austausches, sprechen anstatt zu handeln und schlagen sichauf freiem Feld, anstatt eine Belagerung vorzunehmen.k° Werden sie oft einander überdrüssig, indem sie ihre

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