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4. Der Unterricht im Turnen.
5. Für Körperzeichnen.Heimerdinger, Die Elemente des Zeichnens nach körperlichenGegenständen. Hamburg, 1857. — Stuhl mann, Der Zeichenunterricht.4. Abt. 21 Tafeln. Hamburg. — Die geometrischen Modelle liefert jedeLehrmittelanstalt und gröfsere Zeichenmaterialien-Handlung, so z. B. dieLeipziger Lehrmittelanstalt von Dr. Oskar Schneider, die Zentral-stelle für Handel und Gewerbe in Stuttgart, die Lehrmittelanstalt vonGebr. Weschke in Dresden u. v. a.
Der Unterricht im Turnen.
Vom
Herausgober. t
§ HO.I. Wesen, Zweck und Bedeutung des Turnunterrichtes.
1. Das Wort »Turnen« ist von Jahn zuerst eingeführtworden. Er nahm es von dem mittelalterlichen »Turnier« undverstand darunter ein Regen, Bewegen und Thätigsein desLeibes und seiner Glieder, um ihn zum geschickten Trägerdes Geistes zu machen.
2. Im allgemeinen ist der Zweck des Turnens(der Gymnastik) auch kein anderer als: Vervollkommnungdes Leibes zu einem geschickten Diener des ihn-beleben-den Geistes und damit zugleich Machtvergrölserung desGeistes.
Das wichtigste Erziehungsobjekt ist der Geist des Kindes,der durch die Erziehung in den Zustand sittlicher Freiheit,zum sittlichen Charakter erhoben werden soll. Der innige Zu-sammenhang zwischen Seele und Leib und die dadurch bedingteWechselwirkung der psychischen und körperlichen Funktionenfordert aber mit Notwendigkeit auch die Pflege des Leibes.Mens sana in corpore sano. (Juvenal.)
Der Zweck des Turnens in der Volksschule ist ein
sanitärer und ein pädagogischer.
a) In sanitärer Hinsicht hat das Turnen keineswegsblofse Kraft- und Kunststücke zu lehren, sondern es soll denAnstrengungen, die dem Geiste der Jugend auferlegt werden,einen Ausgleich in der körperlichen Thätigkeit entgegenstellen