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3. Der Unterricht im Zeichnen.
3. Praktische Winke.
a) .Halte in der Zeichenstunde auf gute Ordnungund stramme Disziplin!
Wo bei diesem Unterrichte nicht alles bis ins Kleinste be-stimmt und bis ins Genaueste geregelt ist, lälst der Erfolg stetszu wünschen übrig. Fehlt es an strenger Ordnung, so schwätzen,träumen und schmieren die Schüler darauf los, bis Tadel undStrafe erfolgt, und damit geht Zeit und Lust für die Sache ver-loren. — Vor allem hat der Lehrer mit Ausdauer auf eine richtigeKörperhaltung zu sehen. Auge und Lunge sind zu wichtigeOrgane, als dafs sie nicht steter Beachtung bedürften. Dies istbeim Zeichenunterricht ebenso nötig als beim Schreibunterricht.Bei ersterem hat der Lehrer auch fortgesetzt sein Augenmerk aufdie Zeichenmaterialien zu richten. Die Zeichenhefte(Schiefertafeln, Zeichenblocks), welche immer so zu legen sind, dafsihre Kanten mit den Tischkanten parallel laufen, müssen aus gutemweifsen Papier bestehen und möglichst rein erhalten werden. Unterjedes Heftblatt ist ein glattes, festes Blatt von Pappe zu legen,damit die Zeichnung nicht auf das folgende Blatt graviert erscheint.Auch ein Schutzblatt, auf das der Schüler die Pinger legt, darfnicht fehlen; denn das Zeichenheft (Block) mufs so viel als mög-lich vor jedem Schmutze bewahrt werden. Zum Tafelzeichnen ge-hören weiche, aber nicht schmierende Schief er stifte, zum Heft-(Block-) Zeichnen gute Bleistifte. Zu harte Stifte sind ganz un-geeignet. (»Faber Nr. 2« hat erfahrungsgemäls die richtige Härte.Besonders rühmenswert ist diese Nr. bei der Firma »Johann Faber«.)Starkes Aufdrücken ist nicht zu dulden; die Striche müssen mitgelindem Drucke ausgeführt werden, damit sie leicht wieder zuentfernen sind. Zu kurz gewordene Stifte sind in Stifthalter zustecken. Das Spitzen der Stifte hat, um Unreinlichkeit zu ver-hüten, vor der Stunde zu geschehen. Der Schüler hat ferner einin Papier gewickeltes Stück Gummi elasticum oder weiches Radier-gummi nötig, das er so wenig wie möglich benutzen soll. Je mehrer angeleitet wird, überlegend zu zeichnen, desto seltener wird erdasselbe gebrauchen. Hat er wagrechte Linien zu löschen, so heifseman ihn von links nach rechts wischen, bei senkrechten hin und hervon oben nach unten. Die Heftblätter sind dabei mit den Fingernso zu halten, dafs sie nicht zerrissen oder zerknittert werden. Wodas Linearzeichnen betrieben wird, ist für den Schüler ein Reifs-zeug mit Hand- und Einsatzzirkel, mit Blei- und Federeinsatz undeiner Ziehfeder, gerader Reifsschiene und rechtwinkeligem Winkel-dreieck nötig. Reinlichkeit und Sauberkeit des Heftes und