§ 102. III. Methode.
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und leichten Silben Rechnung zu tragen. Und wie beimSchönlesen, so sind auch beim Schönsingen die Vokalerein auszusprechen. So darf nicht o für a, e für i, e für ögesungen werden. Eine besondere Aufmerksamkeit ist aberunter allen Umstäuden den am schwersten zu singenden Vokalen»u« und »ü«. zu schenken. 1 )
Ebenso sind die Konsonanten lautrein und besonders amEnde der Wörter der Deutlichkeit wegen scharf auszusprechen.
Ferner ist zu merken:
1. Zwischen »i« und »r« darf sich kein Vokal eindrängen;man singe nicht »miar« oder »mier« statt »mir«, »wiar« oder»wier« statt »wir«.
2. Vor Wörtern, die mit Vokalen anfangen, darf man keineKonsonanten hören. Man singe also nicht: »NEs ist bestimmtin etc.« statt »Es ist etc.«, oder »HO wie herrlich etc.« statt»O wie herrlich etc.« Man singe aber auch nicht »Treue Liebebis zum Gra(h)abe«, wenn auf »a« zwei Noten kommen. DieseBemerkung gilt natürlich auch für die übrigen Vokale.
3. Konsonanten am Ende der Wörter dürfen nicht zuden mit Vokalen anfangenden folgenden Wörtern hinüber-gezogen werden. Es lautet häfslich, wenn gesungen wird: »Eingoldne^Rapfel war sein Schild« statt »Ein goldner Apfel etc.« ,oder »Alle~raugen« statt »Aller Augen«, oder »E rist's« statt>Er ist's« etc. Auch Vokale am Ende des einen und amAnfange des andern Wortes dürfen nicht zusammengezogenund ebensowenig fremde Vokale zwischen solchen Wörterngehört werden. Es ist also falsch, zu singen: »Sehet die Jerde,sie gleicht etc.« statt »Sehet die Erde etc.«, oder »HebeDeine J~Augen (statt Augen) auf«.
4. Wörter dürfen nicht dadurch zerrissen werden, dafsman zwischen ihren Bestandteilen Atem holt. Auch bei ganzenSätzen ist darauf zu sehen, dafs so viel als möglich an dengleichen und zwar hiezu geeigneten Stellen Atem geholt werde;
^Man übe: fclEErrir|
:q=r
o
u
u
0
a
ö
ü
ü
ö
a
e
i
i
e
a