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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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1. Der Unterricht in der Geographie.

II. Denken, a) Verknüpfung. Nennt nochmal die flief sen-den Gewässer! Welches von diesen Gewässern ist das gröfsere,das schmälere, das breitere, das tiefere? Welches hat mehr Wasser,welches weniger?

b) Zusammenfassung. Die Heimatkarte wird vorgeführt.Wodurch haben wir an der Tafel die fliefsenden Gewässer ange-deutet? Durch Linien. Auch auf dieser Karte bedeuten die(blauen oder schwarzen) Linien fliefsende Gewässer. Zeigt dieMoosach an der Tafel! Sucht nun die Moosach auf der Karte!Zeigt die Isar, soweit sie angegeben ist! Zeigt Quelle, Lauf, rechtesund linkes Ufer, Mündung der Moosach! In welcher Richtungfliefst die Moosach?

III. Anwenden, a) Einübendes Abfragen des behandeltenStoffes.

b) Zeichnet die fliefsenden Gewässer von der Tafel ab!

c) Zeichnet die Moosach von der Quelle bis zur Mündung!

§ 81.III. Eigentlicher geographischer Unterricht.

Untcrrichtsgrundsiltze.

1. Bezüglich der Auswahl und Anordnungdes Stoffes.Bezüglich der Auswahl des Unterrichtsmaterials geltenfolgende Grundsätze:

a) Es sollen nur solche Objekte zum Gegenstandedes Unterrichtes gemacht werden, welche für die ein-zelnen Erdräume vorzugsweise charakteristisch sind.So hüte man sich vor einer allzu speziellen Aufzählung vonGebirgsketten, Bergen und Flüssen, Ganz besonders istMafs zu halten bei Angabe der Produkte.

b) Die Stoffauswahl mufs für nahe Erdräume (inder Regel) eine reichere, für entferntere eine knapperesein. Sorgfältigste Behandlung erfordert deshalb die Heimat.

Aus demselben Grunde mufs das engere und weitereVaterland eine weit genauere unterrichtliche Behandlungerfahren als andere Erdräume, und von den Erdräumenaufserhalb des Vaterlandes haben diejenigen Länderwieder besonders berücksichtigt zu werden, welche in politi-