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§ 80. II. Geographischer Vorkursus.
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staatliche, kirchliche Verhältnisse; Wohlfahrtseinrichtungen; Ge-schichtliches ; der Boden der Heimat, Bewässerung, Meteorologischesund Klimatisches, Naturprodukte; Verkehrsverhältnisse; der heimat-liche Himmel.
Lehrgrundsätze. 1. Die einzelnen Objekte des heimat-kundlichen Unterrichts müssen dem Schüler in natura ge-zeigt werden; der Lehrer hat darum den bezüglichen Unter-richt mögliebst im Freien zu erteilen; der Schüler muls ebenselbst sehen und hören, wenn er Anschauungen erwerben soll.
2. Die Vorführung des Lehrstoffes hat ganz besonders Zeitund Umstände zu berücksichtigen; sie kann deshalb keinesystematische sein; so müssen z. B. die Erscheinungen amheimatlichen Himmel eben dann besprochen werden, wenn siegerade sichtbar sind.
3. Ganz besondere Sorgfalt ist der Einführung in dasKartenverständnis zu widmen. Vor den Augen der Kinderentstehe während des Unterrichts an der Schultafel in einembestimmten Mafsstabe der Grundrü's zuerst des Schulzimmers,weiter des Schulhauses und des Schulgrundstückes. Unterbeständiger Verjüngung des Mafsstabes folge alsdann der Plandes Wohnortes und der nächsten Umgebung. Dabei mufs alsGrundsatz gelten: Erst die Sache, dann das Bild, so dafssich das Bild aus der Sache, nicht umgekehrt die Sache ausdem Bild erklärt. Die Schüler dürfen also die räumlichenObjekte nicht erst aus der Karte, die sie darstellt, kennenlernen, sondern sie müssen das in der Wirklichkeit An-geschaute auf die Karte übertragen.
Hilfsmittel der Heimatkunde. Als solche dienen: 1, Ausflüge:Stunden-, Halbtags- und Eintagsausflüge; zur gründlichen Ausnützungderselben empfehlen sich als Noben-Hilfsmittel: Kompafs, Mefsstab, -band rerwünscht sind Fernglas und Schrittzähler; auch ein Hammer (für Mine-ralien), Botanisierbüchse, Schmetterlingsnetz und Insektenfläschchen.
2. Fortlaufende oder gelegentliche Beobachtungen am Himmel undden klimatischen Erscheinungen. Hiefür erweisen sich zweckmäfsig: einSternrohr, eine Sonnenuhr, ein Thermometer, Tabellen zum Eintragender Witterungserscheinungen; wünschenswert sind ferner eine Wetter-fahne am Schulhause, eine an der Schuldecke angebrachte Windrose, einBarometer, ein Regenmesser im Schulhofe.
3. Hilfsmittel, die der Einprägung dienen: eine Tafel zum Entwerfender Grundrisse und Karten, ein Stadtplan, ein möglichst grofses Beliefund eine ebensolche Karte der engeren Heimat. (Nach Scholz.)