Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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tierischen Stoff, nämlich der Seide, hergestellt, die es inChina so im Überfluß gibt. Es wurde in meiner Anwesen-heit eine Wette abgeschlossen. Da die Firma Didot derDrucker des Instituts ist, war es natürlich, daß dieDebatte Mitgliedern dieser gelehrten Versammlung zurEntscheidung vorgelegt wurde. Herr Marcel, der frühereDirektor der kaiserlichen Druckerei, wurde zum Schieds-richter ernannt und verwies die beiden Korrektoren anden Abbe Grozier, den Bibliothekar am Arsenal. Nachdem Urteil des Abbe Grozier verloren die Korrektoren allebeide ihre Wette. Das Chinapapier wird weder aus Seidenoch aus der Brussonatia hergestellt; sein Brei entstammtden zerriebenen Fasern des Bambus. Der Abbe Grozierbesaß ein chinesisches Buch, ein zugleich ikonographischesund technologisches Werk, in dem sich zahlreiche Abbil-dungen befanden, die die Herstellung des Papiers in allenihren Phasen darstellten, und er zeigte uns eine Wieder-gabe von Bambusschäften, wie sie haufenweise in der Eckeeiner Papierwerkstatt lagen, die vortrefflich gezeichnetw ar. Als Lucien mir sagte, Ihr Vater hätte vermöge einerArt Intuition, wie sie den begabten Menschen eigen ist,von einem Mittel eine Ahnung gehabt, wie man die Wäsche -r este durch einen überaus verbreiteten pflanzlichen Stoffersetzen könnte, der unmittelbar der Bodenproduktionentnommen werden könnte, wie es die Chinesen machen,Wenn sie sich faserhaltiger Stämme bedienen, da habe ichalle Versuche, die meine Vorgänger angestellt hatten, zu-sammengestellt und mich endlich daran gemacht, die Fragez u studieren. Der Bambus ist eine Art Schilfrohr: natur-gemäß dachte ich an die Schilfrohre unseres Landes. DieHandarbeit spielt in China keine Bolle, ein Tag kostetdort drei Sous: daher können die Chinesen ihr Papier, wennes aus der Form kommt, Bogen für Bogen zwischen heiße■1 afein aus weißem Prozellan bringen, mittels deren sie es

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