Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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zeichen benutzte, woher das Papier in großem Land-kartenformat grand aigle (großer Adler) genannt wird.Ebenso nannte man die Schriftgattungen Cicero, Augustin,gros canon (großen Kanon) nach liturgischen Büchern,theologischen Werken und den Abhandlungen Ciceros, zudenen diese Schriften zum erstenmal verwendet wurden.Was man in Frankreich Italique nennt (die Kursivschrift),wurde von den Aldi in Venedig erfunden: daher der Name.Vor der Erfindung des mechanisch hergestellten Papiers,dessen Länge ohne Grenzen ist, waren die größten Formategrand Jesus und grand colombier; und dieses letzte dientekaum zu etwas anderem, als zu Atlanten und Stichen. Inder Tat waren die Dimensionen des Druckpapiers vondem Umfang der Presseplatte abhängig. Zu der Zeit, woDavid sprach, wäre die Existenz des fortlaufenden Papiersin Frankreich als Schimäre erschienen, obwohl schon DenisEobert d'Essonne gegen 1799 zu seiner Herstellung eineMaschine erfunden hatte, die später Didot-Saint-Leger zuverbessern versuchte. Das Velinpapier, das Ambroise Didoterfunden hat, stammt erst aus dem Jahre 1780. Dieserrasche Überblick zeigt unwidersprechlich, daß alle großenErrungenschaften der Industrie und der Kenntnisse mitaußerordentlicher Langsamkeit und durch unmerklicheHäufungen genau wie ein geologischer oder sonst einNaturprozeß vor sich gegangen sind. Um zu ihrer Voll-kommenheit zu gelangen, hat die Schrift — vielleicht auchdie Sprache — dieselben Tastversuche machen müssen wiedie Buchdruckerkunst und die Papierfabrikation.

„Lumpensammler suchen in ganz Europa die Lumpen,die alte Leinwand zusammen und kaufen die Überbleibseljeder Art von Geweben," sagte der Buchdrucker zumSchluß seiner Auseinandersetzung. „Diese Überbleibsel,die je nach dem Gewebe sortiert werden, werden bei denLumpenhändlern en gros aufgestapelt, und diese versorgen

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