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1. Die Fibelstufe.
b) analytisch-synthetische, welche vom gesprochenenGanzen (Satz, Wort) zum gesprochenen und geschriebenenEinzelnen schreiten und dieses wieder zum geschriebenen undgelesenen Ganzen zusammensetzen:
3. die Schreiblesemetbode,
4. die Methode des vereinigten Anschauungs-,Sprech-, Schreib-, Zeichen-, Lese- und Gesang-unterrichtes (Normal Wörtermethode).
1. Die Buchstabiermethode begann den Unterricht mit denLautzeichen oder Buchstaben und mit den Namen derselben.Diese wurden in, dann aufser der Reihe im kleinen und grofsenAlphabet erlernt, dann durch Vor- und Nachsprechen zu Silbenund Wörtern verbunden (Beispiel: er, o, ro — es, e, se — Rose).Bis zu den Philanthropinisten bestand der Inhalt der Fibel 1 )meist aus sinnlosen Silben und religiösen Memorierstoffen. Derrein mechanische Unterricht war von harter Zucht begleitet,machte das Lesenlernen zur Qual und erforderte für dasselbemehrere Jahre.
Die Buchstabiermethode erschwert das Lernen sehr, ersticktden Drang nach Anschauung und Selbstthätigkeit, hemmt die Lern-i'reude, beschränkt das Auffassen des Inhaltes und beeinträchtigtso den Fortschritt in den übrigen Schulfächern. Sie ist daher alsLeselehrmethode unbrauchbar.
2. Die Lautiermethode forderte eine genaue und bewufsteUnterscheidung von Laut, Lautzeichen und Buchstabennamen undsetzte an die Stelle des Buchstabierens das Lautieren. Die Lauteund ihre Zeichen wurden in genetischer Folge und in Druck-schrift erlernt, erst in zweilautigen (Beispiel: am, ma), dann in drei-lautigen Silben (gab), dann in mehrsilbigen Wörtern (a ber, We ber,Mel ber) angewendet. Schärfung, Dehnung und Konsonantenhäufung(Pflug, darfst, Schlacht) folgten.
Das Lautieren beim Lesenlernen hat vor dem Buchstabierenden Vorzug gröfserer Natürlichkeit und Einfachheit. Es beschleunigtden Erfolg und beansprucht mehr Selbstthätigkeit von seiten derKinder. Darum ist es die Grundlage aller späteren Lese-lehrarten geblieben. Die Lautiermethode als solche war da-gegen unhaltbar, denn 1. fehlten ihr (meist) die einleitenden
') Fibel vom lat. fibula = Krapfen (Klammer) zum Verschlufs desBuches, welcher Begriff dann auf das Buch selbst überging. (Weigand.)