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A. TT. Von der Methode des Unterrichts.
§ 30.
b) Die aufgebende (heuristische) Unterrichtsform.
Das Aufgeben ist in gewissem Sinne die allgemeinsteund unentbehrlichste Unterrichtsform, da sich gar keinUnterricht denken läfst, der dem Schüler nicht die Lösungirgend einer Aufgabe, die Erfüllung irgend einerForderung zumutete. In diesem Sinne sind alle Unter-richtsformen aufgebender Natur.
Spricht man dagegen, wie es hier der Fall ist, von der auf-gebenden Unterrichtsform als von einer besonderen Art desUnterrichts, so versteht man darunter diejenige, bei welcher derunmittelbar leitende und eingreifende Verkehr zwi-schen Lehrer und Schüler aufgehoben, dagegen letzteremGelegenheit geboten wird, das im übrigen UnterrichtErworbene selbständig anzuwenden. Diese Lehrform lehntsich somit als eine wichtige Ergänzung an andere Formen an.
»Heuristisch« (=s= auffindend) wird sie genannt, weil derSchüler zu der ihm vorgelegten Aufgabe die Lösung finden soll.
Die aufgebende Unterrichtsform findet mannigfaltigeAnwendung.
In Bezug auf den Ort unterscheidet man
1. Schulaufgaben, welche sofort in der Schule imAnschlufs an den unmittelbar vorausgegangenen Unterricht (oderan früher Behandeltes) in stiller Beschäftigung zu lösen sind;
2. Hausaufgaben, welche von einem Schultage aufden andern oder auch in entfernteren Terminen zu Hausegelöst werden müssen.
In Bezug auf die Art der Lösung gibt es bald schrift-liche (Ab- und Aufschreiben, freie Bearbeitung auf Tafel oder Papier),bald mündliche Aufgaben (Denken), bald Repetitionen,bald Präparationen in jedem Lehrfach der Volksschule.
Die aufgebende Unterrichtsform spielt wegen der be-deutsamen A T ortefile, welche sie dem Lehrer wie dem Schülerbietet, eine grofse Rolle in der Schule.
Die Vorteile für den Lehrer sind folgende: 1. lernt er denStand der Kenntnisse und Fertigkeiten bei seinen Schülernkennen; 2. kann er die so wichtige Übung vervielfältigen;3. mehrere Schülerabteilungen gleichzeitig beschäftigen, d.h.eine derselben unmittelbar, die anderen mittelbar durch Aufgaben