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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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§ 29. Die Antwort.

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lautem Sprechen, »zu guten« Antworten (vermischt mitkleinen, auffallenden Fehlern), das zweite aus leichtfertigemTone und gleichgültigen Mienen, oder das dritte ausdem Unbefriedigtsein oder der Teilnahmslosigkeitder Schülermasse schliefsen zu müssen, so ist ihm Veranlassunggegeben, auch bei einer richtigen Antwort länger zuverweilen.

ad 1. Vermutet er, dafs die Antwort ohne eigenes Ver-ständnis gegeben, dafs sie zugeflüstert und erlauschtoder nur erraten wurde (bei Wahl- und Disjunktionsfragen),so richte er a) unter scharfer Beobachtung des Schülers diegleiche Frage noch einmal an denselben; b) frage inanderer Form nach derselben Sache oder nach den Be-standteilen der Antwort; c) lasse Frage und Antwort ineinen Satz zusammenfassen; d) frage nach dem Gegenteil;e) lasse die Antwort begründen und durch Beispiele er-läutern; f) mache Einwürfe, die der Schüler widerlegen soll.

ad. 2. Geht aus dem leichtfertigen Tone etc. hervor,dafs der Schüler eine hochwichtige Sache noch nicht genug-sam erwogen hat, so setze ihn der Lehrer durch eine weitereernste Frage in Beziehung zur Sache.

Wozu verpflichtet uns das vierte Gebot? — Es verpflichtetuns, Vater und Mutter zu ehren. — Was mufst also auch duthun? etc.

ad. 3. Befürchtet aber der Lehrer, dafs die übrigenSchüler die Antwort nicht vollständig oder gar nichtgehört, oder dem Sinne nach nicht richtig verstandenhaben, so richte er dieselbe Frage an einen zweiten unddritten Schüler, oder lasse die Antwort lauter und deut-licher wiederholen, oder zergliedere sie mit schwächerenSchülern, bis auch bei diesen das Verständnis sich einzuleitenbeginnt.

Teilweise richtige Antworten müssen den Lehrer ver-anlassen, dem Grunde des Fehlerhaften nachzuspüren. Dieserliegt entweder im Lehrer — und dann hüte er sich, die fein-fühlenden Kinder verantwortlich zu machen —, oder er liegtin der Unachtsamkeit des Schülers, in mangelnden Vorkennt-nissen oder in einem Mifsverständnis. Erlaubt es nun die Zeitund das mit der ganzen Klasse zu erstrebende Lehrziel, so

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