zu seinem Genie hatten, und verhätschelte ihn, wie eineMutter ihr Kind. In einer der Unterhaltungen, die dieewige Geldnot, die ihnen die Hände band, fortwährend er-zeugte, überlegten sie, wie alle jungen Leute, die Mittelhin und her, wie man schnell zu Vermögen kommen könnte,schüttelten vergebens alle Bäume, die schon von Früherengeplündert worden waren, und da erinnerte sich Lucien anzwei Ideen, die sein Vater ausgesprochen hatte. HerrChardon hatte davon gesprochen, man könnte durch An-wendung eines neuen chemischen Stoffs den Preis desZuckers auf die Hälfte bringen, und ebenso ließe sich derPreis des Papiers herabsetzen, wenn man von Amerikagewisse pflanzliche Stoffe bezöge, ähnlich denen, deren sichdie Chinesen bedienten und die wenig kosteten. David, derdie Wichtigkeit dieser Frage, die schon bei Didot erörtertworden war, kannte, bemächtigte sich dieser Idee, in derer den Grund zu einem großen Vermögen erblickte, undsah Lucien als einen Wohltäter an, dem er ewig dankbarsein müßte.
Man kann sich denken, wie die Herrschaft dieser Ge-danken und das ganze innere Leben der beiden Freundesie unfähig machte, eine Druckerei zu führen. Währenddie Druckerei der Brüder Cointet, der Drucker und Ver-lege]' der bischöflichen Kanzlei, der Eigentümer des Cou-rier de la Charente, der von jetzt an das einzige Blatt desDepartements war, fünfzehn- bis zwanzigtausend Frankenbrachte, belief sich die Einnahme der Druckerei Sechardkaum auf dreihundert Franken im Monat, wovon das Ge-halt des Faktors, der Lohn Marions, die Steuern und dieMiete abzuziehen waren, so daß David auf hundert Fran-ken im Monat angewiesen war. Tätige und betriebsameMänner hätten neue Lettern angeschafft, eiserne Pressengekauft, hätten sich bei den Pariser Buchhändlern Werkeverschafft, die sie zu niedrigem Preis gedruckt hätten;
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