Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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ERSTES KAPITEL

IN der Zeit, in der diese Geschichte spielt, waren dieStanhopepresse und die Walzen zur Verteilung derDruckerschwärze in den kleinen Provinzdruckereiennoch nicht zur Anwendung gelangt. Trotz der Spezialität,die Angouleme zum Pariser Druckereigewerbe in Be-ziehungen bringt, bediente man sich dort immer nochder Holzpressen. Die rückständige Druckerei verwendetedort noch die Lederbälle, die mit der Druckerschwärzebestrichen waren und mit denen einer der Drucker leichtüber die Lettern fuhr. Die bewegliche Platte, auf der dieForm mit den Lettern sich befindet, worauf der Papier-bogen gelegt wird, war noch aus Stein. Die gefräßigenmechanischen Pressen haben heutzutage diesen Apparat,dem wir trotz seiner Unvollkommenheiten die schönenBücher der Elzevier, Plantin, Aide und Didot verdanken,so sehr in Vergessenheit gebracht, daß es angezeigt ist,die alten Werkzeuge, zu denen Jeröme Nicolas Sechardeine abergläubische Zuneigung hegte, zu erwähnen, dennsie spielen ihre Rolle in dieser Geschichte.

Dieser Sechard war ein früherer Drucker, den die mitdem Satz beschäftigten Handwerker in ihrem Jargon einenBären nannten. Das Hin und Her der Bewegung, wiedie Drucker vom Farbenbehälter zur Presse und von derPresse zum Farbenbehälter gehen, hat einige Ähnlichkeitmit dem Auf und Ab eines Bären im Zwinger, und so istoffenbar der Spitzname entstanden. Zur Vergeltung gabendie Bären den Setzern den Beinamen Affen infolge der fort-gesetzten kleinen Bewegungen, die diese Herren machen, umdie Lettern den hundertzweiundfünfzig kleinen Fächern,m denen sie enthalten sind, zu entnehmen. In dem un-heilvollen Jahr 1793 war Sechard ungefähr fünfzig Jahrealt und verheiratet. Sein Alter und seine Verheiratung

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