von sieben- bis achttausend Franken, ohne die Zinsen zurechnen, die er aus seinen Kapitalien zieht: also habenSie schließlich eine schöne Zukunft vor sich. Warum alsowollen Sie sich quälen?"
Der Advokat verließ Frau Sechard, um sie dem Nach-denken über diese Aussicht zu überlassen, die der großeCointet am Tage vorher so geschickt vorbereitet hatte.
,,Zeigen Sie ihnen die Möglichkeit, irgendeine Summe indie Hand zu bekommen," hatte der große Spekulant vonAngouleme zu dem Anwalt gesagt, als dieser ihm Mittei-lung von der Verhaftung gemacht hatte; und wenn siesich an den Gedanken gewöhnt haben, eine Summe einzu-heimsen, gehören sie uns: wir handeln hin und her, undallmählich bringen wir sie zu dem Preis, den wir für dasGeheimnis geben wollen."
Dieser Satz enthielt in kurzem den Inhalt des zweitenAktes dieses Finanzdramas.
Als Frau Sechard, voller Angst über das Schicksal ihresBruders, sich angezogen hatte und die Treppe hinabging,um sich in das Gefängnis zu begeben, quälte sie die Auf-regung bei der Vorstellung, sie sollte allein durch dieStraßen von Angouleme gehen. Ohne an die Ängstlichkeitseiner Klientin zu denken, kam Petit-Claud zurück, umihr den Arm anzubieten. Ein recht macchiavellischer Ge-danke hatte ihn zurückgeführt, und er bekam den Lohnfür eine Aufmerksamkeit, für die Eva überaus erkenntlichwar; denn er ließ sich dafür danken, ohne ihr ihren Irrtumzu benehmen. Diese kleine Aufmerksamkeit bei einem soharten und rauhen Menschen und in einem solchen Augen-blick änderte die Meinung, die Frau Sechard bisher überPetit-Claud gehabt hatte.
„Ich führe Sie", sagte er zu ihr, „auf dem längsten Wege,aber hier begegnen wir niemandem." „Das ist das erstemal,daß ich nicht das Recht habe, mit erhobenem Kopfe durch
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