und in die Welt der Aristokratie gestellt; seine Größeist mein Werk; er schweigt oder spricht mit meinerStimme, er berät sich mit mir über alles.' Der Abbe vonVermont war das für Marie-Antoinette." „Er hat sie zumSchafott geführt!" „Er liebte nicht die Königin! ..."erwiderte der Priester, „er liebte nur den Abbe von Ver-mont." „Soll ich die Verzweiflung hinter mir lassen?"„Ich habe Schätze, sie stehen dir zur Verfügung." „Indiesem Augenblick täte ich viel, wenn ich Sechard frei-machen könnte," erwiderte Lucien mit einer Stimme, ausder nichts mehr von Selbstmord klang. „Sprich ein Wort,mein Sohn, und er empfängt morgen früh die Summe, diezu seiner Befreiung notwendig ist." „Wie! Sie wolltenmir zwölftausend Franken geben?" „Höre, mein Kind!Du siehst, wir machen vier Meilen in der Stunde. Wirwerden zum Diner in Poitiers sein. Wenn du dort denVertrag besiegeln willst, mir einen einzigen Beweis desGehorsams geben willst — er ist groß, ich will ihn! —,dann trägt die Eilpost nach Bordeaux fünfzehntausendFranken zu deiner Schwester ..." „Wo sind sie?"
Der spanische Priester antwortete nichts, und Luciensagte sich: ,Da habe ich ihn, er hat sich über mich lustiggemacht.' Einen Augenblick später waren der Spanielund der Dichter schweigend wieder in den Wagen gestiegen. Schweigend steckte der Priester die Hand in diiWagentasche, zog den in drei Fächer geteilten lederneiSack heraus, den alle Reisenden so gut kennen, und entnahm ihm, indem er dreimal seine breite Hand hineinsteckte, die jedesmal mit Gold gefüllt wieder auftauchtehundert Portugalesen.
„Vater, ich gehöre Ihnen," sagte Lucien, der von dieserGoldstrom geblendet war. „Kind," versetzte der Priesteund küßte Lucien zärtlich auf die Stirn, „das ist nur dedritte Teil des Goldes, das in diesem Säckchen stecki
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