Faktor bin?" antwortete Cerizet; „ich bin Waise, muß imnächsten Jahr zur Stellung, und wer soll mir, wenn dasLos mich trifft, einen Ersatzmann stellen?" „Wenn Sie sichnützlich machen," erwiderte der reiche Drucker, „warumsollte man Ihnen die Summe, die nötig ist, damit Sie freiwerden, nicht vorstrecken?" „Mein Meister tut es ganzgewiß nicht," erwiderte Cerizet. „Wer weiß! Vielleichtfindet er das Geheimnis, das er sucht ..."
Dieser Satz war auf eine Art gesagt, die bei dem, derihn hörte, die schlimmsten Gedanken wecken mußte; undso warf Cerizet dem Papierfabrikanten einen Blick zu, dereine scharfe Frage bedeutete.
„Ich weiß nicht, womit er sich beschäftigt," antworteteer dann klug, als der Herr stumm blieb, „aber er ist nichtder Mann, der in seinem Setzkasten Kapitalien sucht!"
„Hören Sie, Freundchen!" sagte der Drucker und über-reichte Cerizet sechs Bogen des Gebetbuches der Diözese,„wenn Sie uns das bis morgen korrigiert haben, bekommenSie morgen achtzehn Franken. Wir sind nicht schlimm,wir lassen den Faktor unseres Konkurrenten Geld ver-dienen! Wir könnten ja schließlich auch Frau Sechard sichin das Geschäft mit dem Schäferalmanach stürzen lassenund sie ruinieren, aber wir sind nicht so: sagen Sie ihr,bitte, daß wir einen Schäferalmanach herausgeben, undgeben Sie ihr zu verstehen, daß sie nicht zuerst damit aufdem Markt sein wird."
Man wird jetzt verstehen, warum Cerizet mit dem Setzendes Almanachs so langsam von der Stelle kam.
Als Eva erfuhr, daß die Cointet ihrer armseligen kleinenSpekulation in den Weg traten, wurde sie von Angst er-griffen und wollte in der Mitteilung, die Cerizet ihr rechtheuchlerisch über die Konkurrenz machte, die sie zu er-warten hatte, einen Beweis seiner Anhänglichkeit sehen;aber bald bemerkte sie bei ihrem einzigen Setzer Spurenv 209