Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
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verschwommene blaue Augen hatte, hatte die Sitten desPariser Gassenjungen nach der Hauptstadt des Angou-mois gebracht. Sein lebhafter und spöttischer Geist, seineboshafte Verschlagenheit machten ihn hier gefürchtet.Cerizet, der in Angouleme von David weniger überwachtwurde, sei es, weil er älter war und seinem Mentor mehrZutrauen einflößte, oder weil der Drucker auf den Einflußder Provinz baute, war, ohne daß sein Herr eine Ahnungdavon hatte, der Don Juan von drei oder vier jungen Ar-beiterinnen geworden und schon völlig verdorben. SeineMoral, die in den Pariser Kneipen ausgebildet worden war,nahm das persönliche Interesse als einziges Gesetz. Über-dies sah Cerizet, der im nächsten Jahr zur Stellung gehenmußte, keine Aussichten vor sich; daher machte er Schuldenund dachte, in einem halben Jahre würde er Soldat, unddann könnten ihm seine Gläubiger nachlaufen. David be-hielt über den Burschen einige Autorität, nicht weil er seinMeister hieß und nicht, weil er sich für ihn interessierte,sondern weil der frühere Pariser Gassenjunge in ihm einehohe Intelligenz erkannte. Cerizet freundete sich bald mitden Arbeitern der Firma Cointet an, zu denen ihn derKorpsgeist trieb, der vielleicht in den unteren Klassen nochmächtiger ist als in den oberen. In diesem Verkehr büßteCerizet die paar guten Lehren, die David ihm eingeprägthatte, noch vollends ein; trotzdem aber nahm er, wenn manihn wegen des Holzplunders in seiner Werkstatt verspottete,womit die Bären die alten Pressen der Sechards meinten,und ihm die zwölf prachtvollen eisernen Pressen zeigte, diein der riesigen Werkstatt der Firma Cointet im Gangewaren, wo man nur noch eine Holzpresse für Korrektur-abzüge in Benutzung hatte, noch Davids Partei und schleu-derte den Prahlhänsen stolz die Worte ins Gesicht:Mitseinem Holzplunder wird mein Gimpel weiter kommenals eure mit ihren eisernen Allerweltspressen, die nur

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