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2 (1890) Schluss
Entstehung
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KURFÜRST PHILrPP KARL ZU MAINZ.

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Im Jahre 1738 erschien ein Mainzer Proprium undeine deutsche Ausgabe der hl. Schrift.

Besondere Sorgfalt widmete Kurfürst Philipp Karl demArmenwesen und der Aufrechterhaltung der Zucht im Erz-stifte. Am 12. September 1739 erliess er eine erneuerteVerordnung für das Rochusspital zu Mainz, gestattete, umdessen Einkünfte zu heben, am 29. August 1741 den Privat-kartendebit, verbot aber den Verkauf der Spielkarten ohneStempel. 7°) Das Hospital zum Floos wandelte er am28. Juni in ein Zuchthaus um und gab demselben am15. Februar 1743 eine besondere Verordnung. Um demBettel zu steuern, ordnete er am 12. September 1739an, dass alle Mainzer Einwohner die sonst den Bettlern ver-abreichten Almosen ohne Schmälerung an das Rochusspitalalle Vierteljahr abgeben und sich hierüber am Anfang jedenJahrs schriftlich äussern./ 1 ) Das Finanzwesen war eins seinerHauptaugenmerke. Philipp Karl hatte mit fast leerer Staats-kasse die Regierung begonnen, von entliehenem Gelde bauteer die Feste Mainz aus und errichtete das Zeughaus, trugden grössten Theil der Kurmainzer Staatsschuld ab, gründeteöffentliche Anstalten, erbaute Kirchen, Pfarr- und Schul-häuser, Hess die Favorite bei Mainz und einen Theil desGartenfelds verschönern. In Frankfurt kaufte er das Schön-straussische Haus für 8266 Gulden und vergrösserte da-durch das Compostel, baute das Höchster, Olmer undMiltenberger Amthaus, für letzteres kaufte er den vonFechenbachischen Hof an. Auch das Gradirgebäude zuOrt ist sein Werk. Das an Wirzburg verpfändete Königs-hofen löste er ein, die Abgaben ermässigte er trotzdemgleich nach Antritt seiner Regierung von 13 und 14 Simplen