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ANLAGKN. II.
die von Philipp Karl errichteten Festungswerke. Der Planhing im grossen Saal des Mainzer Zeughauses. 54)
Als der strenge Winter i 740 den Mainzer Armen vieleNoth brachte, zeigte Philipp Karl eine ausserordentlicheWohlthätigkeit.
Am 20. October 1 740 starb Kaiser Karl VI der Freundund Gönner des Kurfürsten. 55) Er hatte nur Töchter hinter-lassen, die älteste Maria Theresia war an Franz Stefan ge-wesenen Herzog von Lothringen dann Grossherzog vonToscana vermählt. Um seiner Tochter Maria Theresia dieNachfolge in seinen Landen zu sichern, hatte derselbe bereits1 7 13 das Hausgesetz, die sogenannte pragmatische Sanctionerrichtet.
Der Reichstag genehmigte solche 1732 und im WienerFrieden erkannte Frankreich dieselbe an. Am TodestageKarls VI wurde Maria Theresia damals 24 Jahre alt alsKönigin von Ungarn und Böhmen, Erzherzogin von Oester-reich und souveräne Fürstin aller Länder ihres Vaters aus-gerufen, ihr Gatte wurde Mitregent. Mehrere Fürstenhöfetraten hiergegen auf, Preussen, das einen Theil von Schlesienbeanspruchte und im December 1740 mit einer Armee indasselbe einrückte, Kurfürst Karl Albert von Baiern, dersogleich nach dem Tode des Kaisers durch seinen GesandtenGrafen Perusa in Wien ankündigen Hess, das's er MariaTheresia nicht als Erbin anerkenne, sich auf ein 'TestamentFerdinands 1 berief und seine Abstammung von dessenältester Tochter betonte, Frankreich, das die pragmatischeSanction jetzt verwarf und mit Baiern sich einigte, indem esdemselben eine Armee von 60000 Mann zur Verfügung stellte.Auf der Seite Baierns standen auch der Kurfürst Clemens