Druckschrift 
2 (1890) Schluss
Entstehung
Seite
321
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KURFÜRST PHILIPP KARL ZU MAINZ. 32]

fällen. Hanau sandte- Truppen aus, dieses durchzusetzen.Von Mainz kamen 1800 Mann Militär, die sich gegenüberden Hessen im Walde verschanzten. Beide Truppen führtenKanonen. Zu einem Angriff kam es nicht. Es erschienenin der Sache Schriften auf beiden Seiten. Mainz wolltegemäss alter Verträge den Bischof von Wirzburg zur Hilfeanrufen, als durch Vermittlung des gerade zu Hannover an-wesenden Königs von England noch die Sache vermitteltward. 51)

Der Winter 1 739 auf 1 740 war ein ungemein strenger,die Kälte stieg zu ungewöhnlichem Grad, der Rhein stand.bis den ig. März bei Mainz. Auf dem Eis fanden Lustbar-keiten mit Tanzen, Musik, Schlittenfahren, Scheibenschiessen,Eastnachtspielen und Anderm statt. Ein Gedicht im MainzerSchreibkalender 1 74 1 verherrlichte diese Eeste. 5 2 ) Nachalter Mainzer Sitte wurde ein grosses Fass auf dem Eis ge-baut, das am vordem Boden dem Kurfürsten zu Ehren dasEltzer Wappen in kunstvoller Schnitzerei zeigte. Zum .An-denken erschien eine Druckschrift: »Denckwürdiges freudigesFass aus kunstreicher Arbeit verfertiget so Im Jahr unsersHeyls 1740 den 25 Tag Hornung auf dem Eyss gewölbtenRhein bey Mayntz in 6. Tagen Zeit in der Quantität haltend8. Fuder 3. Ohm ausgearbeitet. Welches dem HochwürdigstenFürsten und Herrn, Hn. Philip}) Carl etc. voneiner Löblichen Benderzunft zu Mayntz aus unterthänigstertreuer Neigung präesentirt«. 53)

Im Jahre 1740 wurde ein Grundriss der Stadt undFestung Mainz in Öl gemalt und demselben das lebensgrosseBild des Kurfürsten beigefügt. Das gelb Gezeichnete zeigte