Druckschrift 
2 (1890) Schluss
Entstehung
Seite
307
Einzelbild herunterladen
 

KURFÜRST PHILIPP KAR). ZU MAINZ. . () j

Helffers Helffern friedbrüchiges, auch zum Theil mein-evdiges Beginnen von Reichs wegen anzusehen seye, mitnächstem anzukommen hat, Mich in Vollkommenem Ver-trauen zu Ewer 1 iebden, als des Reichs Ersten Churfürstenund Erz ( antzlernn vorzüglich wende.« 20 ) Philipp Karldankte hierauf und versicherte seine deutsche Gesinnung,da am 2. März 1734 der Kaiser für des Kurfürsten löb-liche Gesinnung gegen Frankreich und für das bedrängteVaterland dankte. 2 ') Um seine Dankbarkeit auch wirklichzu zeigen, gab der Kaiser am 14. Mai 1734 dem Kur-fürsten und dessen Bruders Nachkommen die Anwartschaftauf eine Herrschaft in Ungarn mit 5000 Gulden Jahres-rente und wies seine Hofkammer an, eine wenigstens soviel Rente ertragende Herrschaft einzulösen und dem Kur-fürsten einzuräumen. Um aber seinen Dank »wegen EuerLiebden patriotischen Beytrag zu der Reichs Kriegser-klärung gegen die friedbrüchige Cron Franckreich andurchzu erneuern« erhielt Philipp Karl von dem Tag der Kriegs-erklärung an bis zur Einräumung der Herrschaft von derHofkammer diese Rente von 5000 Gulden ausbezahlt. 2 -)Philipp Karl dankte am 29. Mai 1734 und versprach fürdiese Gnade Treue zu Kaiserhaus und Vaterland bis zumGrabe. 2 3) Als für Philipp Karl bestimmte Herrschaft mitobiger Rente wurde, da keine andre vorhanden war, dieHerrschaft Vukovar ausersehen. Kuffstein erhielt für Ab-tretung der Herrschaft Vukovar die in Ungarn gelegeneHerrschaft Dioszeg am 5. Mai 1737 als Ersatz von Oester-reich und verkaufte die Herrschaft Vukovar am 15. De-cember 1736 an den Kurfürsten für 175000 Guldenrheinisch. Am 13. Februar 1737 wurden darauf 10 000