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2 (1890) Schluss
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301
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KURFÜRST PHTLIPP KARL ZU MAINZ. 301

Trier, wo er bereits Grossarchidiacöh war. Im |ahre 1719bei der Wahl des Trierer Kurfürsten Georg von Schön-born war Philipp Karl im Sinne des kaiserlichen Hofsthätig, wesshalb ihm der Kaiser Karl VI am 19. November1 7 19 eigenhändig dankte und schrieb: »Ess hatt mir derGhraff von Kuffstein ewer bey der letztens für gewestenChur Trierischen wähl bezeugten guter undt patriotischerauffuhrung gantz inss besonder angerühmet«-. Er sprachdarüber sein Wohlgefallen aus, liess dem Domprobst durchden Grafen von Kuffstein ein Kennzeichen seines Dankesübersenden und künftigen Falls seiner kaiserlichen Gnadeversichern. 5) Philipp Karl war nebstdem Probst zu Mox-statt in der Wetterau und unter Kurfürst Lothar Franzvon Mainz Hofrath und Regierungspräsident geworden.Von den Mitgliedern des Mainzer Domcapitels war er jeden-falls einer der hervorragendsten. Bei dem Tode des Kur-fürsten Franz Ludwig (Fürsten von Pfalz-Neuburg) vonMainz am 1 S.April 1 732 wollte das Mainzer Domcapitel nichtwieder wie das letzte Mal von fürstlichen Häusern sich be-einflussen lassen und ein Mitglied derselben wählen, desshalbwurde die Wahl möglichst beschleunigt, um allen Einflüssensich zu begeben. Die Wahl fiel einstimmig am 9. Juni 1732auf den Domsänger Philipp Karl zu Eltz. 6 ) Vom Stifts-chor herab ward dem zahlreich versammelten Volk unterPauken- und Trompetenklang die Wahl verkündet und derneue Kurfürst zum Flochaltar geleitet, wo er in Gegenwartdes kaiserlichen Gesandten Grafen von Kuffstein Besitz vonder Würde ergriff und wiederholt die Glückwünsche desCapitels empfing. Es ertönte Musik, der Hymnus: Te deumlaudamus wurde angestimmt. Langsam und feierlichen Auf-