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2 (1890) Schluss
Entstehung
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ANLAGEN. I.

Unterdessen hatte Kyriander die FreistadteigenschaftTriers in einer grossen deutschen Denkschrift zu erweisengesucht, ein weitschichtiges Material und der Behauptungengar viele erbracht, aber den Beweis nicht geliefert, eher demGegner Stoff zur Beweisnahme geboten. 39a) Die Denkschriftwurde in ihren Aufstellungen und Rechtsansprüchen geprüftund als unbegründet abgewiesen, indem die Beklagten durchgegenteilige Behauptungen ihre vorgegebene Freiheit undExemption durchaus nicht erwiesen und die vom Kurfürsteneingelegte Klage nicht entkräftigt hätten. 4°) Desshalb er-folgte am 18. März 1580 zu Prag unter Kaisers Rudolf IIVorsitz und Mitwirkung der fünf übrigen Kurfürsten dasUrtheil, welches den berufenen Bartheien von dem kaiserlichenHerold verlesen ward und alle Freiheitsgelüste der Triererverwarf.4 1 ) Dieses Urtheil erregte zu Trier allgemeine Be-stürzung und Entmuthigung. Der lange Prozess hatte grosseKosten erregt, es war nichts gewonnen, im Gegentheil zuerwarten, dass der Kurfürst der Stadt strengere Zügel an-lege als bisher. Die Bürger wendeten sich in ihrem Zorngegen den Stadtrath als Urheber des Prozesses, die Zünfteversammelten sich und wählten Abgeordnete, die sich zumKurfürsten begeben und dessen Gnade und Verzeihung er-flehen sollten. Der Stadtrath folgte schleunigst diesem Bei-spiele und sandte seinerseits eine Anzahl Abgeordnete mit,konnte es aber kaum vom Volk erreichen, dass die Ab-geordneten des Stadtraths auch im Namen des Volks umVerzeihung bitten dürften. Kurfürst Jacob befand sich da-mals auf Schloss Ottenstein zu Wittlich, dahin kamen MitteMai 1580 die Abgeordneten Triers, trugen ihre Sachemündlich und am andern Tage auf Verlangen Jacobs auch