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2 (1890) Schluss
Entstehung
Seite
288
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2 gg ANLAGEN. I.

Auf dem Reichstage zu Regensburg stellte KönigPhilipp von Spanien die Bitte an den Kurfürsten Jacob,aus der Trierer Kirche etliche Reliquien zu erhalten. Jacobentsprach diesem und schenkte; unter Anderm Reliquien vonSt. Beatus, St. Walburgis und der Officia einer der elf-tausend Jungfrauen, s 6 )

Salentin Erwählter und Bestätigter von Cöln hattesein Erzstift 1577 verlassen, das Domcapitel zu Cöln be-trieb die Einsetzung eines Coadjutors für Leitung der Ge-schäfte und hatte sich wegen dieser Wahl an die KurfürstenDaniel von Mainz und facob von 'frier gewendet. Beidesandten ihre Vertreter zur Wahl nach Cöln. Am 29. Januar1577 schrieben Decan und Capitel zu Cöln an das Capitelzu frier, Salentin habe sich wegen des Coadjutors erklärt,sie behielten sich jedoch das freie Wahlrecht bevor undbitten hierin um Unterstützung.37)

Jacob fasste auch den Gedanken, ein Priesterseminarzu Coblenz für das Erzbisthum Trier zu stiften, ins Augeund wurde bei Papst Gregor XIII, dem er diesen Planmittheilte, unterm 11. Mai 1577 auf's Beste aufgenommen,fand aber in dem Drange der Geschäfte und des Streitsmit der Stadt Trier nicht die nöthige Gelegenheit, denselbenauszuführen, derselbe wurde erst von seinem NachfolgerJohann von Schönberg als Wunsch seines Vorgängers zuStande gebracht. 37»)

Kaiser Max II war gestorben, sein Nachfolger Rudolf IIging schärfer gegen die Protestanten vor. Im Namen des-selben befand sich Kurfürst Jacob mit anderen Fürsten aufdem Congresse zu Cöln, um eine Vereinbarung zwischen demKönig von Spanien und den im Aufstand begriffenen Nieder-