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KURFÜRST JACOB VON TRIER 15671581. 277

und gab am 4. Juli 1569 eine Reformation des Hofgerichtszu Coblenz heraus. 2 °)

Jacob sah bei Antritt der Regierung die schweren Ver-luste, die das Erzstift durch die Protestanten bereits erlittenhatte. Um weiterem Vordringen der neuen Lehre einenDamm entgegen zu setzen und den verlorenen Boden wiederzu gewinnen, sah er kein besseres Mittel als eine ernstlicheReformation des Clerus seines Erzstifts. Das Concil vonTrient hatte seine Satzungen hierin ertheilt, die Jacob am21. April 1569 dem versammelten Clerus verkündigen Hessund ernste Worte anknüpfte, von der Wichtigkeit dieserSatzungen sprach und auf ihren Werth für die Lage derkatholischen Kirche, die von der Einhaltung derselben inihrem Wohl und ihrer Existenz abhänge, kräftig hinwies.Durch Commissarien wurden alsbald in allen Pfarreien desErzstifts die Beschlüsse des Tridentinums ebenfalls verkündigt,was am [8. October [569 beendet wurde. Man kam demKurfürsten hierin entgegen, nur das Domcapitel und dieCollegiatstifte widersetzten sich einer vollständigen Ver-kündigung, da sie die Strenge dvr Satzungen fürchteten,Die am ig. Januar 1569 in dem Refectorium des Dom-capitels begonnene Verkündigung fand lebhaften Widerspruch,in Betreff der Collegiatstifte konnte die Verkündigung erst1577 durchgeführt werden, geschah dann aber unter An-wendung der von Jacob gemachten Zusätze und Reformen.Mit grossem Weltblick erkannte Jacob in den Jesuiten denmächtigsten Hebel seiner Reformpläne und täuschte sichhierin nicht, indem diesen das mühevolle und grossartigeWerk auf's Beste gelang. Um dieselben zu belohnensicherte Jacob deren bislang missliche und gedrückte