KURFÜRST JACOB VON TR1F.R 1567—1581. 275
der fünf anderen Kurfürsten entscheidet. Trotz des (Kompro-misses wurde am 24. Juli während des Waffenstillstands einkurfürstlicher und königlich französischer Hauptmann Pancrazvon Sauerzapf während des Mittagessens von einer streifen-den Parthei aus Trier überfallen und erschossen. 1 '*)
Nun begann der Federkrieg, der dreizehn jähre währteund unter schweren Kosten 1 15 Folianten Acten mit 32000Bogen Umfang gewann. Ihn führte die Stadt Trier vor-nehmlich durch ihren Syndicus Kyriander. Die Stadt Trierbetrat facob vor Austrag der Sache nicht.
Als am 15. April 1567 das Oberamt zu Trarbachdurch 20 Bewaffnete, nachdem ein ähnlicher Versuch [566abgeschlagen worden, einen Lutheraner als Prediger in derReiler Kirche einführen wollte, erhob sich dagegen facobund brachte, nachdem er bei den Mitherrn des CröferReichs nichts erreicht, die Sache vor den Kaiser, indemin Gemeinherrschaften wider den Willen der Mitherrn keineNeuerung vorgenommen werden dürfe, auch Trier als Ober-vogt die Erhaltung des bisherigen Zustandes zustehe. DieGemeinherrn wollten zu Worms unterhandeln. Am 10. No-vember [567 kam eine Vereinbarung zu Stande, wonaches den Cröfer Unterthanen frei stehe, in den SponheimerOrten Wolf, Trarbach und Enkirch die lutherische Predigtzu hören, wofür die Prediger an diesen Orten jährlich 4Fuder Wein beziehen, sonst aber alle Schmähung derandern Confession unterbleiben solle. '4 a )
Im Jahre 1568 hatte der Graf von Wittgenstein indem von Kurtrier lehenrührigen Neumagen einen lutherischenPrediger autgenommen und sollte das Lutherthum daselbsteingeführt werden, facob schickte am 23. Juni J568 t\cn
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