222 DRITTE Al'.TIIK.ll.ITXi;. ERSTES HAUPTSTÜCK.
Damit verschwindet der Domherr Arnold zu Trieraus den Urkunden, dagegen taucht ein andrer Arnold eben-falls Sohn des Wilhelm zu Kitz und der Guda von Hammer-stein kurz darauf als Bischof von Cammin in Pommern auf,beide sind 1331 todt und könnten eine Person sein, in-dem Arnold seine I )omherrnstelle beibehielt und Bischofzu Cammin als Mitglied des Predigerordens ward.
Arnold wurde 1322 nach dem 'Tode des BischofsConrad von Cammin in Pommern dessen Nachfolger. Erwar Predigermönch und Doctor der Theologie.45) Am31. October 1322 bestätigte er der Stadt Colberg ihre Pri-vilegien und besiegelte die Urkunde mit eigenem Siegel,das fast identisch mit dem 1306 verwendeten ist. Arnoldhatte als Bischof schwere Kämpfe mit seinem Stifte zu be-stehen. Als Anhänger und Vertreter der LuxenburgirParthei nach Pommern gesandt, um den Witteisbacherndas Gegengewicht zu halten, fand er beim DomcapitelWiderstand und gelangte erst gegen Ende seiner kurzenaber bewegten Regierung zur Anerkennung bei demselben.Am 24. August 1329 wies Papst Johann XX11 den Lrz-bischof von Bremen an, die Gegner des Bischofs Arnoldvon Cammin mit kirchlichen Strafen zu belegen. 4 6 ) ImJahre 1326 befand sich Arnold am Rheine und weihte am20. August dieses Jahres die Burgcapelle zu liltz.47) Daranreihte sich jedenfalls damals, dass derselbe den Marienaltarin der Niederkirche zu Lehmen an der Mosel stiftete undseinem Stamm den Kirchsatz als späteres Isenburger Lehenvorbehielt, wie die vom weissen Löwen solchen noch biszum Ausgang des XVIII Jahrhunderts empfingen.'i s )