DIE LINIE ZU ELTZ ZU KEMPENICH. 167
vom 2.— 6. Juni für sich und seinen ganzen Hofstaat be-nützen zu dürfen. Aufs bereitwilligste gewährte der Grafdiesen Wunsch. Der Kurfürst zog nach Eltville und be-wohnte den nach Krbaeh zu gelegenen Theil des heutigenHauses. Demselben gefiel der Aufenthalt daselbst so gut,dass er, als ihn der am 5. Juni gewählte Coadjutor KarlTheodor von Dalberg am 6. Juni nach Mainz abholte undin die kurfürstliche Sommerresidenz auf der Favorite ge-leitete, wobei Graf Hugo Philipp anwesend war, nach derAnkunft zu Mainz dem Grafen sein Leibross nebst Sattelund Zaum verehrte. Der Coadjutor speiste zu Eltville imgräflichen Hause zu Mittag und lud den (trafen HugoPhilipp nebst Gemahlin zu dem Essen nach Mainz bei sichein. An dessen Weihe und den damit verbundenen Fest-lichkeiten nahm der Graf Antheil. Die Kaiserin Katherinevon Russland beglückwünschte den zu Eltville weilendenCoadjutor d. d. Kioss t i. April 1787 russischen Kalendersin einem kurzen eigenhändigen französisch gefassten Schreibenzur Wahl. 2 57)
Am 20. Februar 1 790 starb Kaiser Josef II, den 30.August 1790 wurde Graf Hugo Philip]) als Trierer Erb-marschalk zur Wahl und Krönung eines neuen Kaisersauf spätestens den 23. September nach Frankfurt a. Maineingeladen. 2 * 8 ) Am 20. Mai 1790 bat der Graf um Er-laubniss, sich durch seinen ältesten Sohn vertreten lassen zudürfen. Den 21. Juli befahl hierauf Kurfürst Johann Philippvon Trier, nachdem Graf Hugo Philipp der Wahl KaiserLeopolds 11 als Erbmarschalk des Stifts in Person seinesSohnes beigewohnt, demselben 400 rheinische Gulden an-statt des sonst üblichen gestellten Pferdes zu zahlen.*59)