144 ZWEITE ABTHEIEUNG. DREIZEHNTES HAUPTSTÜCK.
erbe, alle Güter, die Herrschaft Vukovar nel)st dem Capitalvon 150 000 Gulden bei der Mainzer Hofkammer, die an-dern hinterlassenen Capitalien, Eltville, Hochheim, Erbach,die Häviser zu Mainz und Coblenz mit Kellereigarten undGartenhaus werden Fideicommiss der Familie. Sein Sohnder Obriststallmeister soll dafür seiner Mutter 1 500, demJohann Jacob 3 000, der Charlotte 500, der Sophie 500Gulden, der Charlotte die Zinsen von 8 000, der Antonette,Charlis, Sophie und der Fips von je 6000 Gulden zahlen. l88 )Am 2. März 1764 lud die Kaiserin Maria Theresiaihre getreuen Ungarn auf den ungarischen Fandtage nachFest zum persönlichen Erscheinen auf den 17. Juni 1764ein. Unter den Geladenen war auch Anselm Casimir, derjedoch durch Schreiben vom 20. April 1764 von Mainzaus den |ohann Babos zum Stellvertreter für diesen Fand-tag ernannte. l8 9) Durch den Krieg mit Preussen hatteOesterreich Schulden erhalten, ein Anlehen von 10 MillionenGulden wurde für nöthig erachtet und den Edlen des Fand««zur Anweisung von Summen hierzu empfohlen. AnselmCasimir bewies auch hier eine patriotische Gesinnung alsGrundherr Ungarns, indem er am 19. Juli 1763 1000Gulden und am 4. August 1 763 weitere 3000 Gulden alsDarlehen an das Universalkriegszahlamt entrichtete.'9°) Am7. Mai 1764 bestätigte die Kaiserin Maria Theresia demAnselm Casimir das Fndigenat Ungarns.'9') Im Jahre 1765gab Anselm Casimir 400 Gulden zur Vollendung der Kirchezu lllock und wies diese Summe dem Bischof von Eünf-kirchen an. '9 2 ) In diesem Jahre sollte der Generalbevoll-mächtigte der Herrschaft Vukovar Rosenthal als dieserStellung nicht gewachsen entlassen werden, da zwei Ober-