DIE LINlIi ZU ELTZ ZU SCHÖNECK. 7
tober 1567 für gleiches Geld an Hans Reichard zu Eltzauf Wiederlösung verschrieben, ohne dass das Stift dieseswusste. r 3) Die Sache schwebte noch, als Hans Reichard starb.
Am 12. November 1566 verpachteten Philipp von derEcken Keller zu Boppard und Hans Reichard Amtmannzu Schöneck mit Johann Otto von Lewenstein das Fahrzu Boppard auf zwölf Jahre an zwei Färcher. '4) Am8. Februar 1567 schrieb die rheinische und WetterauerRitterschaft den Edlen, darunter dem Hans Reichard zuEltz, dass sie dem Emmerich zu Eltz und Johann vonHagen Auftrag gaben, sich wegen der vom Kaiser ihnenauferlegten 1600 Gulden Türkensteuer mit ihnen zu be-nehmen. r 5) Hans Reichard machte im Heere seines BrudersJacob Kurfürsten zu Trier den sogenannten Bohnenkrieg mit,erkrankte aber vor Trier und starb den 16. September 1568.Er ward jedenfalls zu Boppard beerdigt, da in der dortigenCarmeliterkirche sein Todtenschild über dem Chorgestühllinks neben dem Todtenschilde seines Vaters Johann hängt.
Eine wichtige Bereicherung des Guts zu Boppard warder Erwerb der Wartenberger Güter zu Boppard. ImJahre 1568 verkauften Godfrid von Schmittburg für sichund seinen Bruder Henrich und Magdalene von Horncckgeborne von Weinheim, des Christof von Schmittburg seligVVittwe, Philipp Melchior von Schmittburg für sie und ihreSöhne, Töchter, Brüder und Schwestern und Anna vonSchmittburg der Margarethe von Hagen Wittwe HansReichards zu Eltz zu Schöneck und deren Erben ihre vierAntheile an dem Wartenberger Hof, Weingarten und Gutnebst Zubehör zu Boppard für 100 Goldgulden der vierKurfürsten Münze und 115 Joachimsthaler zu zwei Loth