6 ZWEITE ABTHEILUNG. ELFTES HAUPTSTÜCK-.
Bereits 1555 suchte Philipp von Reifenberg Trierer Rathund Amtmann zu Cochem Schwager Hans Reichards beidem fürstlich Bambergischen Hofrath Friedrich von Redwitzdieses heimgefallenc Lehen lehensweise oder käuflich fürHans Reichard zu gewinnen, wiewohl vergeblich. 1557verwendete sich Kurfürst Johann von Trier für HansReichard in der Sache bei Bischof Georg von Bamberg,das Stift Trier hatte jedoch das Bamberger Stiftslehen mitBeschlag belegen lassen, weil die von Schmittburg dasselbeals Pfand beanspruchten. Im Jahre 156g wendete sichBischof Veit von Bamberg an den Kurfürsten Jacob vonTrier wegen der Vorenthaltung des Lehens gegen PhilippJacob von Schwalbach als Bamberger Lehensmann, dasStift hatte mit denen von Schwalbach am Reichskammer-gericht prozesst und 1567 dem Friedrich und Nicolausvon Schmittburg Söhnen des Nicolaus von SchmittburgTrierer Erbschenken und Amtmann zu Boppard und Weseldieses Lehen auf 15 Jahre gegen 2000 Gulden verpfändet,aber bedungen, im Falle das Stift den Prozess gegen dievon Schwalbach verliere, und die Güter einräumen müsse,dass dann die von Schmittburg, wenn auch die 15 Jahreder Pfandschaft noch nicht verstrichen, die Güter heraus-geben und trotzdem die 2000 Gulden bezahlen sollten.Die von Schwalbach gewannen den Prozess, das Stift musstedas Lehen herausgeben, was denen von Schmittburg bekanntgemacht wurde. Nickis von Schmittburg Trierer Frbschenkhatte mit seinen Söhnen Friedrich und Nickis das am10. August 1563 für 2000 Gulden rheinischer Münze ad15 Batzen verpfändete Lehen bestehend in dem Stiftshofmit Leuten, Zinsen, Gütern und Gerechtigkeiten am 6. Oc-