Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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Sie sich und machen Sie es sich zunutze, sonst werden Sieschnell vergessen." „Das Geschäft," fing Lousteau wiederan, „das große Geschäft ist fix und fertig! Dieser Finot,dieser talentlose Bursche ist Herausgeber und Chefredak-teur von Dauriats Wochenblatt, ist Besitzer eines Sechstels,das ihn nichts kostet, und bezieht sechshundert Frankenim Monat. Ich, mein Lieber, bin seit diesem Morgen Chef-redakteur unseres Blättchens. Alles ging, wie ich es jüngstvoraussagte: Florine war großartig, sie sticht Talleyrandaus." „Wir packen die Männer bei ihrer Lust," sagteFlorine, „die Diplomaten packen sie nur bei der Selbst-sucht; die Diplomaten sehen nur, wie sie sich zieren, undwir sehen, wie sie Dummheiten machen; wir sind also dieStärkeren." „Als er abschloß," sagte Lousteau, „hat Mati-fat den einzigen Witz gemacht, den er je in seinem Dro-gistendasein aussprechen wird: ,Das Geschäft', sagte er,.fällt nicht aus dem Rahmen meiner kaufmännischenTätigkeit!'"

„Ich habe Florine im Verdacht, daß sie ihm das soufflierthat," rief Lucien. „Also, mein Lieber," fuhr Lousteau fort,„du hast den Fuß im Steigbügel." „Sie sind ein Glücks-kind," meinte Florine. „Wie viele junge Leute sehen wir,die in Paris jahrelang warten müssen, ohne einen einzigenArtikel in einer Zeitung unterzubringen! Sie werden Er-folg haben wie Emil Blondet. Binnen einem halben Jahrsehe ich Sie als gemachten Mann!" Dabei lächelte sie ihnmit leichtem Spotte an. „Bin ich nicht seit drei Jahren inParis," sagte Lousteau, „und erst seit gestern gibt mirFinot für die Chefredaktion dreihundert Franken festesGehalt monatlich, zahlt mir für die Spalte hundert Sousund in seinem Wochenblatt hundert Franken für denBogen." „Nun, Sie sagen gar nichts?" rief Florine undsah Lucien an. „Wir wollen sehen," antwortete Lucien.„Mein Lieber," versetzte Lousteau mit einer gekränkten

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